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20/076a Kün­di­gung ei­ner schwan­ge­ren Ar­beit­neh­me­rin vor Auf­nah­me der Tä­tig­keit

Auch vor der erst­ma­li­gen Auf­nah­me der Tä­tig­keit ist die Kün­di­gung ei­ner Schwan­ge­ren un­zu­läs­sig: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 27.02.2020, 2 AZR 498/19
Mutterschutz während der Schwangerschaft, Beschäftigungsverbot

24.06.2021. Schwan­ge­re Ar­beit­neh­me­rin­nen sind durch das Mut­ter­schutz­ge­setz (MuSchG) vor Kün­di­gun­gen ge­schützt. So ist ge­mäß § 17 Abs.1 Satz 1 MuSchG ei­ne Kün­di­gung wäh­rend der Schwan­ger­schaft so­wie in den ers­ten vier Mo­na­ten nach der Ent­bin­dung bzw. ei­ner Fehl­ge­burt un­zu­läs­sig.

Um­strit­ten war bis­her je­doch die Fra­ge, ob die­ses Kün­di­gungs­ver­bot auch dann gilt, wenn die Be­schäf­ti­gung noch gar nicht be­gon­nen hat. Das ist dann der Fall, wenn der Ar­beit­ge­ber zwi­schen Ver­trags­schluss und dem erst spä­ter ge­plan­ten Tä­tig­keits­be­ginns kün­di­gen möch­te.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat nun klar­ge­stellt, dass auch in die­ser Zwi­schen­zeit das ge­setz­li­che Kün­di­gungs­ver­bot gilt. Zweck des § 17 MuSchG ist es näm­lich, die Ge­sund­heit und wirt­schaft­li­che Exis­tenz von schwan­ge­ren Ar­beit­neh­me­rin­nen zu si­chern. Die­ser Zweck ist nur mit ei­ner wei­ten Aus­le­gung des Kün­di­gungs­ver­bo­tes mög­lich: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 27.02.2020, 2 AZR 498/19.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 13|2020 BAG stärkt Kün­di­gungs­schutz bei Schwan­ger­schaft.

Letzte Überarbeitung: 16. November 2021

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