HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/061

Un­ter­las­sen ei­nes BEM be­grün­det kei­ne Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­mu­tung

Die un­ter­las­se­ne Durch­füh­rung ei­nes be­trieb­li­chen Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ments (BEM) be­grün­det für sich ge­nom­men kei­ne Ver­mu­tung ei­ner be­hin­de­rungs­be­ding­ten Be­nach­tei­li­gung nach dem All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG). Dies hat das Ar­beits­ge­richt Nordh: AG Nord­hau­sen, Ur­teil vom 20.03.2025, 3 Ca 763/24
Diskriminierungsverbote - Behinderung, Schutz vor Diskriminierung von Menschen mit Behinderung

04.06.2025 Ei­ne lang­jäh­rig be­schäf­tig­te Mit­ar­bei­te­rin ei­nes Bä­cke­rei­un­ter­neh­mens war auf­grund ei­ner Ar­thro­se dau­er­haft ar­beits­un­fä­hig und konn­te ih­re bis­he­ri­gen Tä­tig­kei­ten nicht mehr aus­üben. Nach­dem ih­re Be­wer­bung auf ei­ne an­de­re Stel­le im Ver­kaufs­be­reich er­folg­los ge­blie­ben war und der Ar­beit­ge­ber trotz ent­spre­chen­der Auf­for­de­rung kein be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment durch­führ­te, ver­lang­te sie ei­ne Ent­schä­di­gung we­gen ei­ner be­haup­te­ten be­hin­de­rungs­be­ding­ten Dis­kri­mi­nie­rung.

Das Ar­beits­ge­richt Nord­hau­sen wies die Kla­ge ab. Die Pflicht zur Durch­füh­rung ei­nes BEM nach § 167 Abs. 2 SGB IX gilt für al­le län­ger er­krank­ten Ar­beit­neh­mer und stellt kei­ne be­son­de­re Schutz­vor­schrift zu­guns­ten be­hin­der­ter Men­schen dar. Ein Ver­stoß ge­gen die­se Pflicht be­grün­det da­her kein In­diz für ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung im Sin­ne des § 22 AGG. Auch die Ab­leh­nung der in­ter­nen Be­wer­bung be­ruh­te nach Auf­fas­sung des Ge­richts auf sach­li­chen Grün­den und nicht auf der Be­hin­de­rung der Klä­ge­rin: Ar­beits­ge­richt Nord­hau­sen, Ur­teil vom 20.03.2025, 3 Ca 763/24.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2025 Ar­beits­ge­richt Nord­hau­sen: Un­ter­las­sen ei­nes be­trieb­li­chen Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ments als In­diz für ei­ne be­hin­de­rungs­be­ding­te Dis­kri­mi­nie­rung?

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­hin­de­rung, Men­schen mit Be­hin­de­rung

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­trieb­li­ches Ein­glie­de­rungs­ma­nage­ment (BEM)

Letzte Überarbeitung: 29. Juli 2026

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gern:

Dr. Martin Hensche
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hensche@hensche.de
Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hildebrandt@hensche.de
Nina Wesemann
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Kontakt:
040 / 69 20 68 04
wesemann@hensche.de

Bewertung:

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2026:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de