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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/060

Ge­setz stärkt Mut­ter­schutz nach Fehl­ge­bur­ten

Ab dem 01.06.2025 er­hal­ten Ar­beit­neh­me­rin­nen nach ei­ner Fehl­ge­burt erst­mals ge­setz­li­che nach­ge­burt­li­che Schutz­fris­ten. Da­mit wird der Mut­ter­schutz nach Fehl­ge­bur­ten deut­lich er­wei­tert.
Mann und Frau mit Kinderwagen

26.05.2025 Nach bis­he­ri­ger Rechts­la­ge be­stand nach ei­ner Fehl­ge­burt ab der 13. Schwan­ger­schafts­wo­che zwar be­reits ein be­son­de­rer Kün­di­gungs­schutz, ein An­spruch auf nach­ge­burt­li­che Schutz­fris­ten be­stand je­doch nicht. Durch das Mut­ter­schutz­an­pas­sungs­ge­setz wer­den Fehl­ge­bur­ten ab der 13. Schwan­ger­schafts­wo­che nun­mehr in den An­wen­dungs­be­reich des Mut­ter­schutz­ge­set­zes ein­be­zo­gen. Je nach Schwan­ger­schafts­dau­er gel­ten ge­staf­fel­te Schutz­fris­ten von zwei, sechs oder acht Wo­chen, wäh­rend de­rer der Ar­beit­ge­ber die Ar­beit­neh­me­rin grund­sätz­lich nicht be­schäf­ti­gen darf, so­fern sie sich nicht aus­drück­lich zur Ar­beits­leis­tung be­reit er­klärt.

Die Neu­re­ge­lung sieht ei­ne Schutz­frist von zwei Wo­chen nach ei­ner Fehl­ge­burt ab der 13. Schwan­ger­schafts­wo­che, sechs Wo­chen ab der 17. Schwan­ger­schafts­wo­che und acht Wo­chen ab der 20. Schwan­ger­schafts­wo­che vor. Die Ar­beit­neh­me­rin kann sich zwar frei­wil­lig zur Ar­beits­leis­tung be­reit er­klä­ren, die­se Er­klä­rung je­doch je­der­zeit mit Wir­kung für die Zu­kunft wi­der­ru­fen. Der be­reits be­ste­hen­de Kün­di­gungs­schutz nach ei­ner Fehl­ge­burt bleibt da­ne­ben be­ste­hen.
 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2025 Ver­bes­se­run­gen des Mut­ter­schut­zes nach Fehl­ge­bur­ten

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Mut­ter­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Un­künd­bar­keit

Letzte Überarbeitung: 29. Juli 2026

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