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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/023

Kon­zern­be­triebs­rat ist für kon­zern­wei­te Per­so­nal­fra­ge­bö­gen zu­stän­dig

Soll ein Per­so­nal­fra­ge­bo­gen auf­grund kon­zern­wei­ter Vor­ga­ben un­ter­neh­mens­über­grei­fend ein­ge­führt wer­den, ist hier­für der Kon­zern­be­triebs­rat und nicht der Ge­samt­be­triebs­rat zu­stän­dig: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Be­schluss vom 28.01.2025, 9 TaBV 89/24
Betriebsratssitzung, Versammlung, Konferenz, Meeting

16.03.2025 Ein Ge­samt­be­triebs­rat woll­te die Ein­set­zung ei­ner Ei­ni­gungs­stel­le er­rei­chen, um den In­halt und die Nut­zung ei­nes Per­so­nal­fra­ge­bo­gens zu re­geln, mit dem Be­schäf­tig­te In­ter­es­sen­kon­flik­te of­fen­le­gen soll­ten. Der Fra­ge­bo­gen soll­te je­doch auf Grund­la­ge kon­zern­wei­ter Vor­ga­ben in meh­re­ren Un­ter­neh­men des Kon­zerns ein­ge­führt wer­den.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Köln be­stä­tig­te die Ent­schei­dung des Ar­beits­ge­richts Bonn und wies den An­trag zu­rück. Bei ei­ner kon­zern­weit ge­plan­ten Ein­füh­rung sei der Ge­samt­be­triebs­rat für Ver­hand­lun­gen mit der Un­ter­neh­mens­lei­tung nicht zu­stän­dig. Zu­stän­dig sei viel­mehr der Kon­zern­be­triebs­rat nach § 58 Be­trVG. Au­ßer­dem stell­te das Ge­richt klar, dass we­der Be­triebs­rat noch Ge­samt- oder Kon­zern­be­triebs­rat die Ein­füh­rung ei­nes Per­so­nal­fra­ge­bo­gens ver­lan­gen kön­nen. Über das „Ob“ der Ein­füh­rung ent­schei­det al­lein der Ar­beit­ge­ber: LAG Köln, Be­schluss vom 28.01.2025, 9 TaBV 89/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 02|2025 LAG Köln: Zu­stän­dig­keit des Kon­zern­be­triebs­rats für un­ter­neh­mens­über­grei­fen­de Per­so­nal­fra­ge­bö­gen

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­triebs­rat

Hand­buch Ar­beits­recht: Be­triebs­ver­ein­ba­rung

Hand­buch Ar­beits­recht: Ei­ni­gungs­stel­le

Hand­buch Ar­beits­recht: Mit­be­stim­mung in per­so­nel­len An­ge­le­gen­hei­ten


 

Letzte Überarbeitung: 30. Juni 2026

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