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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/031

Pri­va­te Face­book-Posts recht­fer­ti­gen nicht oh­ne Wei­te­res ei­ne Kün­di­gung

An­ti­se­mi­ti­sche Äu­ße­run­gen mit Ar­beit­ge­ber­be­zug kön­nen ei­ne Pflicht­ver­let­zung dar­stel­len. Ei­ne Ab­mah­nung kann den­noch Vor­rang ha­ben: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 08.10.2024, 3 SLa 313/24
Facebook like, Daumen hoch, Social Media

06.04.2025. An­ti­se­mi­ti­sche oder ge­walt­ver­herr­li­chen­de Äu­ße­run­gen in so­zia­len Netz­wer­ken kön­nen ei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Pflicht­ver­let­zung dar­stel­len, wenn sie ei­nen Be­zug zum Ar­beit­ge­ber her­stel­len. Ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung ist aber nicht in je­dem Fall ge­recht­fer­tigt.

Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Düs­sel­dorf er­klär­te die Kün­di­gung ei­nes Schlos­sers für un­wirk­sam, der auf sei­nem öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Face­book-Pro­fil an­ti­se­mi­ti­sche Bei­trä­ge ver­öf­fent­licht und dort zu­gleich sei­nen Ar­beit­ge­ber ge­nannt hat­te. Zwar ver­letz­te der Ar­beit­neh­mer nach Auf­fas­sung des Ge­richts sei­ne ar­beits­ver­trag­li­che Rück­sicht­nah­me­pflicht, weil er den Ar­beit­ge­ber der Ge­fahr ei­ner er­heb­li­chen Ruf­schä­di­gung aus­setz­te.

Im kon­kre­ten Fall hät­te der Ar­beit­ge­ber je­doch zu­nächst ei­ne Ab­mah­nung aus­spre­chen müs­sen. Ent­schei­dend war, dass die be­an­stan­de­ten Äu­ße­run­gen au­ßer­halb des Ar­beits­ver­hält­nis­ses er­folg­ten und der Be­zug zum Ar­beit­ge­ber le­dig­lich über ei­ne ver­al­te­te Ar­beit­ge­ber­an­ga­be im Face­book-Pro­fil her­ge­stellt wur­de: LAG Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 08.10.2024, 3 SLa 313/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 03|2025 LAG Düs­sel­dorf: Kün­di­gung we­gen au­ßer­dienst­li­cher an­ti­se­mi­ti­scher Äu­ße­run­gen auf Face­book

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Ab­mah­nung

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung des Ar­beits­ver­trags (Über­blick)

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung – Frist­lo­se Kün­di­gung

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung – Ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung

Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2026

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