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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/079

Ur­laubs­an­spruch auch für ar­beit­neh­mer­ähn­li­che Per­so­nen

Auch selb­stän­dig Tä­ti­ge kön­nen als ar­beit­neh­mer­ähn­li­che Per­so­nen An­spruch auf Ur­laub und Ur­laubs­ab­gel­tung ha­ben. Ei­ne Teil­zeit­tä­tig­keit schließt ei­ne wirt­schaft­li­che Ab­hän­gig­keit da­bei nicht aus. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Köln ent­schie­den: LAG Köln, Ur­teil vom 15.04.2025, 7 SLa 511/24
Urlaubsgeld, Liegestuhl mit Geldschein

18.07.2025 Ein frei­be­ruf­li­cher Kurs­lei­ter un­ter­rich­te­te rund 16 Mo­na­te für ei­ne Bil­dungs­ein­rich­tung, die im Auf­trag des Bun­des­amts für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge In­te­gra­ti­ons­kur­se durch­führ­te. Er er­ziel­te da­bei aus­schließ­lich Ein­künf­te aus die­ser Tä­tig­keit und er­hielt durch­schnitt­lich rund 2.400 EUR mo­nat­lich. Der Bil­dungs­trä­ger ge­währ­te ihm kei­nen Ur­laub und zahl­te nach Be­en­di­gung der Tä­tig­keit auch kei­ne Ur­laubs­ab­gel­tung.

Das LAG Köln be­stä­tig­te den An­spruch auf Ur­laubs­ab­gel­tung. Der Kurs­lei­ter war trotz sei­ner selb­stän­di­gen Tä­tig­keit wirt­schaft­lich vom Bil­dungs­trä­ger ab­hän­gig und da­her als ar­beit­neh­mer­ähn­li­che Per­son im Sin­ne des § 2 BUrlG an­zu­se­hen. Ent­schei­dend war ins­be­son­de­re, dass er auf die Ein­künf­te aus der Tä­tig­keit zur Si­che­rung sei­ner Exis­tenz an­ge­wie­sen war und kei­ne an­de­ren we­sent­li­chen Ein­künf­te er­ziel­te. Auch die Teil­zeit­tä­tig­keit und die Mög­lich­keit ei­nes an­der­wei­ti­gen Er­werbs schlos­sen die wirt­schaft­li­che Ab­hän­gig­keit nicht aus: LAG Köln, Ur­teil vom 15.04.2025, 7 SLa 511/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen: Up­date Ar­beits­recht 06|2025 LAG Köln: Ur­laubs­an­spruch ei­ner ar­beit­neh­mer­ähn­li­chen Per­son

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Ur­laub, Ur­laubs­an­spruch

Hand­buch Ar­beits­recht: Ur­laubs­ab­gel­tung

Letzte Überarbeitung: 12. August 2026

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