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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/039

Vir­tu­el­le Ak­ti­en­op­tio­nen er­hö­hen die Ka­ren­zent­schä­di­gung

Zah­lun­gen aus ei­nem vir­tu­el­len Ak­ti­en­op­ti­ons­pro­gramm sind bei der Be­rech­nung ei­ner Ka­ren­zent­schä­di­gung für ein nach­ver­trag­li­ches Wett­be­werbs­ver­bot zu be­rück­sich­ti­gen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 27.03.2025, 8 AZR 63/24
Aufhebungsvertrag Personalsachbearbeiter

27.04.2025 Ein Ar­beit­neh­mer er­hielt ne­ben sei­nem Fest­ge­halt vir­tu­el­le Ak­ti­en­op­tio­nen, die nach Ein­tritt ei­nes be­stimm­ten Un­ter­neh­mens­er­eig­nis­ses aus­ge­übt wer­den konn­ten. Wäh­rend des Ar­beits­ver­hält­nis­ses zahl­te ihm der Ar­beit­ge­ber dar­aus mehr als 161.000 EUR, nach sei­nem Aus­schei­den wei­te­re rund 17.700 EUR. Für die Be­rech­nung sei­ner Ka­ren­zent­schä­di­gung ver­lang­te der Ar­beit­neh­mer, bei­de Zah­lun­gen ein­zu­be­zie­hen.

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schied, dass Zah­lun­gen aus ei­nem vir­tu­el­len Ak­ti­en­op­ti­ons­pro­gramm grund­sätz­lich zu den „zu­letzt be­zo­ge­nen ver­trags­mä­ßi­gen Leis­tun­gen“ im Sin­ne des § 74 Abs. 2 HGB ge­hö­ren. Die wäh­rend des Ar­beits­ver­hält­nis­ses aus­ge­zahl­te Leis­tung ist da­her als va­ria­ble Ver­gü­tung bei der Be­rech­nung der Ka­ren­zent­schä­di­gung zu be­rück­sich­ti­gen. Nicht ein­zu­be­zie­hen sind da­ge­gen Zah­lun­gen, die erst nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses auf­grund spä­ter aus­ge­üb­ter Op­tio­nen er­fol­gen: BAG, Ur­teil vom 27.03.2025, 8 AZR 63/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 03|2025 BAG: Leis­tun­gen aus Ak­ti­en­op­ti­ons­pro­gram­men sind bei der Ka­ren­zent­schä­di­gung zu be­rück­sich­ti­gen

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Auf­he­bungs­ver­trag 

Hand­buch Ar­beits­recht: Ar­beits­ver­trag

Hand­buch Ar­beits­recht: Pro­vi­si­on

Hand­buch Ar­beits­recht: Wett­be­werbs­ver­bot

Letzte Überarbeitung: 14. Juli 2026

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