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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/111

Ab­mah­nung kann auch nach Aus­schei­den aus dem Be­trieb ent­fernt wer­den

Auch nach En­de des Ar­beits­ver­hält­nis­ses kann ein An­spruch auf Ent­fer­nung ei­ner un­be­rech­tig­ten Ab­mah­nung aus der Per­so­nal­ak­te be­ste­hen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 04.04.2025, 14 SLa 724/24
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13.10.2025. Ein Ar­beit­neh­mer war seit 2020 als Stand­ort­lei­tung und In­te­rims­ein­rich­tungs­lei­tung bei ei­nem Be­trei­ber von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen be­schäf­tigt. Im Ju­li und Au­gust 2023 er­hielt er drei Ab­mah­nun­gen, un­ter an­de­rem we­gen an­geb­lich ver­wei­ger­ter Un­ter­stüt­zung ei­ner Kol­le­gin und ei­ner feh­ler­haf­ten Ver­bu­chung. Der Ar­beit­neh­mer kün­dig­te an­schlie­ßend selbst zum En­de Sep­tem­ber 2023 und ver­lang­te die Ent­fer­nung der Ab­mah­nun­gen aus sei­ner Per­so­nal­ak­te.

Das Ar­beits­ge­richt (ArbG) Cel­le wies die Kla­ge zu­nächst ab. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen gab dem Ar­beit­neh­mer da­ge­gen Recht. Auch nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses kön­ne ein An­spruch auf Ent­fer­nung ei­ner sach­lich un­be­rech­tig­ten Ab­mah­nung be­ste­hen.

Ent­schei­dend war un­ter an­de­rem, dass der Ar­beit­ge­ber an­ge­kün­digt hat­te, die Ab­mah­nun­gen sechs Jah­re lang auf­zu­be­wah­ren. Das Ge­richt hielt es des­halb für mög­lich, dass die Ab­mah­nun­gen bei ei­ner spä­te­ren Über­nah­me des Un­ter­neh­mens ei­nem künf­ti­gen Ar­beit­ge­ber des Klä­gers be­kannt wer­den könn­ten. Der An­spruch fol­ge aus §§ 242, 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB: LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 04.04.2025, 14 SLa 724/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 09|2024 LAG Nie­der­sach­sen: An­spruch ei­nes aus­ge­schie­de­nen Ar­beit­neh­mers auf Ent­fer­nung ei­ner Ab­mah­nung aus der Per­so­nal­ak­te

 

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Letzte Überarbeitung: 15. September 2026

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