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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/019

Feh­len­de Stel­len­aus­schrei­bung kein In­diz für Dis­kri­mi­nie­rung

Kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung bei Stel­len­be­set­zung oh­ne Aus­schrei­bung: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 17.09.2024, 3 SLa 223/24
Symbol Herren-WC Damen-WC

23.02.2025. Die un­ter­blie­be­ne Aus­schrei­bung ei­ner Be­för­de­rungs­stel­le be­grün­det nach ei­ner Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düs­sel­dorf für sich ge­nom­men kein In­diz für ei­ne ge­schlechts­be­zo­ge­ne Be­nach­tei­li­gung im Sin­ne des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes (AGG).

Ei­ne ge­setz­li­che Pflicht zur Stel­len­aus­schrei­bung be­steht in der Pri­vat­wirt­schaft grund­sätz­lich nicht.

Ein Se­ni­or Ma­na­ger hat­te Entschädi­gung we­gen an­geb­li­cher ge­schlechts­be­zo­ge­ner Dis­kri­mi­nie­rung bei der Be­set­zung meh­re­rer Ab­tei­lungs­lei­ter­stel­len ver­langt. Er mach­te gel­tend, die Po­si­tio­nen sei­en be­wusst nicht aus­ge­schrie­ben wor­den, um Frau­en zu be­vor­zu­gen und männ­li­che Be­wer­ber aus­zu­sch­ließen.

Das Ge­richt folg­te die­ser Ar­gu­men­ta­ti­on nicht. Der Um­stand der feh­len­den Aus­schrei­bung sei ge­schlechts­neu­tral und be­tref­fe al­le po­ten­zi­el­len Be­wer­ber glei­cher­maßen. Auch die Tat­sa­che, dass drei von vier Führungs­po­si­tio­nen mit Frau­en be­setzt wur­den, rei­che für sich ge­nom­men nicht aus, um ei­ne Ver­mu­tung ei­ner Be­nach­tei­li­gung nach § 22 AGG zu be­gründen.

Eben­so könne ei­ne un­ter­neh­mens­wei­te Frau­enförder­stra­te­gie kei­ne In­dizwir­kung ent­fal­ten, so­lan­ge kei­ne kon­kre­ten An­halts­punk­te für ei­ne Be­nach­tei­li­gung vor­lie­gen: LAG Düssel­dorf, Ur­teil vom 17.09.2024, 3 SLa 223/24

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 02|2025 LAG Düssel­dorf: Stel­len­be­set­zung oh­ne Aus­schrei­bung ist kein In­diz für Dis­kri­mi­nie­rung

 

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Letzte Überarbeitung: 24. Juni 2026

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