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ARBEITSRECHT AKTUELL // 22/038

Sit­ten­wid­ri­ge Ar­beits­ver­gü­tung in­ner­halb ei­nes Wirt­schafts­ge­biets

Ar­beit­neh­mer kön­nen auch oh­ne Ta­rif­ver­trag An­spruch auf Ver­gü­tung nach Ta­rif­lohn ha­ben: Lan­des­ar­beits­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Ur­teil vom 26.07.2022, 5 Sa 284/21
Mindestlohn Geldmünzen 8,84 Euro

12.09.2022. Sind mehr als 50 Pro­zent der Ar­beit­ge­ber ei­nes Wirt­schafts­ge­biets ta­rif­ge­bun­den oder sind mehr als 50 Pro­zent der Ar­beit­neh­mer in ei­nem sol­chen Ge­biet bei ta­rif­ge­bun­de­nen Ar­beit­ge­bern be­schäf­tigt, kann von der Üb­lich­keit der Ta­rif­ver­gü­tung aus­ge­gan­gen wer­den. In sol­chen Fäl­len darf auch die Ver­gü­tung von Be­schäf­tig­ten, die kei­nen Ta­rif­lohn er­hal­ten, nicht sit­ten­wid­rig ge­ring im Sin­ne von § 138 Abs.1 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) sein, d. h. den durch­schnitt­li­chen Brut­to­stun­den­lohn nicht um mehr als ein Drit­tel un­ter­schrei­ten. Dies be­stä­tig­te nun das Lan­des­ar­beits­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung (Ur­teil vom 26.07.2022, 5 Sa 284/21). 

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­ser Ent­schei­dung fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 18/2022 LAG Meck­len­burg-Vor­pom­mern: Sit­ten­wid­rig­keit der Ver­gü­tung we­gen Un­ter­schrei­tung des Ta­rif- oder orts­üb­li­chen Lohns

Letzte Überarbeitung: 12. September 2022

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