HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/068

Staa­ten­im­mu­ni­tät bei Kün­di­gung ei­ner Kon­su­lats­mit­ar­bei­te­rin

ie Staa­ten­im­mu­ni­tät schließt ei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge ge­gen ei­nen aus­län­di­schen Staat nicht be­reits dann aus, wenn die­ser sich auf ho­heit­li­che Grün­de für die Kün­di­gung be­ruft. Dies hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den: BAG, Ur­teil vom 03.04.2025, 2 AZR 72/24
International, Welt, Globus

27.06.2025 Ei­ne seit 1999 im US-Ge­ne­ral­kon­su­lat in Frank­furt be­schäf­tig­te An­ge­stell­te war zu­letzt bei der „Fe­deral Be­ne­fits Unit“ tä­tig und be­treu­te Leis­tungs­emp­fän­ger in An­ge­le­gen­hei­ten der US-So­zi­al­ver­si­che­rung. Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten kün­dig­ten das Ar­beits­ver­hält­nis, nach­dem der Klä­ge­rin nach ih­rer Dar­stel­lung die er­for­der­li­che „Se­cu­ri­ty Cer­ti­fi­ca­ti­on“ ent­zo­gen wor­den war. Die Ar­beit­neh­me­rin be­stritt den Ent­zug und mach­te au­ßer­dem gel­tend, dass die Kün­di­gung man­gels Zu­stim­mung des In­te­gra­ti­ons­amts und we­gen feh­len­der so­zia­ler Recht­fer­ti­gung un­wirk­sam sei.

Das BAG hob die kla­ge­ab­wei­sen­den Ent­schei­dun­gen der Vor­in­stan­zen auf. Die deut­schen Ge­rich­te dür­fen zwar kei­ne ho­heit­li­chen Hand­lun­gen ei­nes aus­län­di­schen Staa­tes in­halt­lich über­prü­fen. Sie dür­fen aber klä­ren, ob ein be­haup­te­ter ho­heit­li­cher Vor­gang über­haupt statt­ge­fun­den hat und wel­che Be­deu­tung er für das Ar­beits­ver­hält­nis hat­te. Da­her durf­te das Ge­richt ins­be­son­de­re prü­fen, ob der Klä­ge­rin die Se­cu­ri­ty Cer­ti­fi­ca­ti­on tat­säch­lich ent­zo­gen wor­den war und ob die­se für ih­re kon­kre­te Tä­tig­keit zwin­gend er­for­der­lich war. Das Ver­fah­ren wur­de zur wei­te­ren Auf­klä­rung an das LAG zu­rück­ver­wie­sen: BAG, Ur­teil vom 03.04.2025, 2 AZR 72/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2025 BAG: Grund­satz der Staa­ten­im­mu­ni­tät bei Streit über Kün­di­gung ei­ner US-Kon­su­lats­mit­ar­bei­te­rin

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung des Ar­beits­ver­trags (Über­blick)

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz für schwer­be­hin­der­te Men­schen

Letzte Überarbeitung: 11. August 2026

Weitere Auskünfte erteilen Ihnen gern:

Dr. Martin Hensche
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hensche@hensche.de
Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Kontakt:
030 / 26 39 620
hildebrandt@hensche.de
Nina Wesemann
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Kontakt:
040 / 69 20 68 04
wesemann@hensche.de

Bewertung:

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2026:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Kurfürstendamm 194, 10707 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de