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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/066

Ver­spä­te­te Kün­di­gungs­schutz­kla­ge bleibt un­zu­läs­sig

Auch der be­son­de­re Kün­di­gungs­schutz schwan­ge­rer Ar­beit­neh­me­rin­nen setzt vor­aus, dass ei­ne Kün­di­gungs­schutz­kla­ge recht­zei­tig er­ho­ben oder frist­ge­recht ih­re nach­träg­li­che Zu­las­sung be­an­tragt wird. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Köln ent­schie­den: LAG Köln, Ur­teil vom 17.04.2025, 6 SLa 542/24
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24.06.2025 Ei­ne Ar­beit­neh­me­rin er­hob erst mehr als vier Mo­na­te nach Zu­gang ei­ner Kün­di­gung Kün­di­gungs­schutz­kla­ge. Zwar er­gab sich aus ei­ner spä­te­ren ärzt­li­chen Be­schei­ni­gung nach der vom Bun­des­ar­beits­ge­richt an­ge­wand­ten Be­rech­nungs­me­tho­de, dass der recht­li­che Be­ginn der Schwan­ger­schaft be­reits vor Zu­gang der Kün­di­gung lag. Die Ar­beit­neh­me­rin hat­te ih­re Ar­beit­ge­be­rin hier­über je­doch nicht recht­zei­tig in­for­miert und be­an­trag­te die nach­träg­li­che Zu­las­sung der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge erst im Be­ru­fungs­ver­fah­ren.

Das LAG Köln wies die Kla­ge ab. Der be­son­de­re Kün­di­gungs­schutz nach § 17 MuSchG setzt ei­ne recht­zei­ti­ge Mit­tei­lung der maß­geb­li­chen Schwan­ger­schaft vor­aus. Un­ab­hän­gig da­von be­ginnt die Frist zur Er­he­bung der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge mit Zu­gang der Kün­di­gung. Wird die Kla­ge erst meh­re­re Mo­na­te spä­ter er­ho­ben und die ge­setz­li­che Höchst­frist für die nach­träg­li­che Kla­ge­zu­las­sung über­schrit­ten, gilt die Kün­di­gung als wirk­sam: LAG Köln, Ur­teil vom 17.04.2025, 6 SLa 542/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 05|2025 LAG Köln: Vier Mo­na­te ver­spä­te­te Kün­di­gungs­schutz­kla­ge ei­ner schwan­ge­ren Ar­beit­neh­me­rin

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz­kla­ge

Hand­buch Ar­beits­recht: Mut­ter­schutz

 

Letzte Überarbeitung: 4. August 2026

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