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ARBEITSRECHT AKTUELL // 25/037

Ein­wurf-Ein­schrei­ben be­weist Zu­gang ei­ner Kün­di­gung nicht

Der Aus­druck des Sen­dungs­sta­tus ei­nes Ein­wurf-Ein­schrei­bens ge­nügt nicht als Nach­weis da­für, dass ei­ne Kün­di­gung dem Emp­fän­ger tat­säch­lich zu­ge­gan­gen ist. Dies hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den: Bun­des­ar­beits­ge­richt Ur­teil vom 30.01.2025, 2 AZR 68/24
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25.04.2025 Ei­ne Ar­beit­ge­be­rin hat­te ei­ner Ar­beit­neh­me­rin nach be­hörd­li­cher Zu­stim­mung wäh­rend der Schwan­ger­schaft er­neut ge­kün­digt und das Kün­di­gungs­schrei­ben per Ein­wurf-Ein­schrei­ben ver­sandt. Zwar konn­te sie den Ein­lie­fe­rungs­be­leg so­wie den on­line ab­ruf­ba­ren Sen­dungs­sta­tus vor­le­gen, wo­nach die Sen­dung zu­ge­stellt wor­den sei. Ei­nen Aus­lie­fe­rungs­be­leg der Post leg­te sie je­doch nicht vor. Die Ar­beit­neh­me­rin be­stritt den Zu­gang der Kün­di­gung.

Das BAG be­stä­tig­te die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Ba­den-Würt­tem­berg. Ein Ein­lie­fe­rungs­be­leg und der Sen­dungs­sta­tus be­grün­den oh­ne Aus­lie­fe­rungs­be­leg kei­nen An­scheins­be­weis für den Zu­gang ei­nes Kün­di­gungs­schrei­bens. Aus dem Sen­dungs­sta­tus las­se sich we­der er­ken­nen, wer die Sen­dung zu­ge­stellt ha­be noch auf wel­che Wei­se und zu wel­chem Zeit­punkt die Zu­stel­lung er­folgt sei. Der Zu­gang der Kün­di­gung war da­her nicht be­wie­sen: BAG, Ur­teil vom 30.01.2025, 2 AZR 68/24.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem The­ma fin­den Sie hier: Up­date Ar­beits­recht 03|2025 BAG: Der Aus­druck des Sen­dungs­sta­tus ei­nes Ein­schrei­be­briefs be­grün­det kei­nen Be­weis des ers­ten An­scheins für den Zu­gang

 

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung – Au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gung des Ar­beits­ver­trags (Über­blick)

Hand­buch Ar­beits­recht: Kün­di­gungs­schutz­kla­ge

Hand­buch Ar­beits­recht: Mut­ter­schutz

 

Letzte Überarbeitung: 14. Juli 2026

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