HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

HANDBUCH ARBEITSRECHT

Ur­tei­le und Kom­men­ta­re: Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te - Re­li­gi­on oder Welt­an­schau­ung

Ur­teil­s­an­mer­kun­gen zum The­ma Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te - Re­li­gi­on oder Welt­an­schau­ung von 2002 bis heu­te: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht
Nonne - Religion

Un­ser Rechts­an­walts­team kom­men­tiert seit 2001 lau­fend ak­tu­el­le Ur­tei­le und wich­ti­ge Ge­set­zes­än­de­run­gen zum Ar­beits­recht, un­ter an­de­rem zum The­ma Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te - Re­li­gi­on oder Welt­an­schau­ung.

Im Fol­gen­den fin­den Sie un­se­re Bei­trä­ge zu die­sem The­ma, ge­ord­net nach Jahr­gän­gen seit 2002, im Über­blick.

Bit­te be­ach­ten Sie, dass die hier wie­der­ge­ge­be­nen ar­beits­recht­li­chen Ein­schät­zun­gen auf­grund der mitt­ler­wei­le ver­stri­che­nen Zeit teil­wei­se über­holt sein kön­nen.

 

Arbeitsrecht aktuell 2018

 

Arbeitsrecht aktuell 2017

 

Arbeitsrecht aktuell 2016

 

Arbeitsrecht aktuell 2015

 

Arbeitsrecht aktuell 2014

 

Arbeitsrecht aktuell 2013

 

Arbeitsrecht aktuell 2012

 

Arbeitsrecht aktuell 2011

  • 11/177 Kündigung eines Chefarztes wegen Wiederverheiratung?
    12.09.2011. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den, dass ein ka­tho­li­sches Kran­ken­haus ei­nem Chef­arzt nicht des­halb kün­di­gen kann, weil die­ser nach sei­ner Schei­dung zu­nächst in ei­ner ehe­ähn­li­chen Le­bens­ge­mein­schaft zu­sam­men­ge­lebt und sei­ne Le­bens­part­ne­rin ei­ni­ge Zeit spä­ter stan­des­amt­lich ge­hei­ra­tet hat­te. Zwar liegt hier ein er­heb­li­cher Ver­stoß ge­gen die ka­tho­li­schen Grund­sät­ze der Le­bens­füh­rung vor, die das Kran­ken­haus im All­ge­mei­nen zur Kün­di­gung ei­nes Chef­arz­tes be­rech­ti­gen, doch hat­te das Kran­ken­haus hier im Streit­fall die­se Grund­sät­ze nicht kon­se­quent an­ge­wandt: BAG, Ur­teil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10.
  • 11/115 Kündigung wegen Arbeitsverweigerung aus Glaubensgründen
    16.06.2011. Wei­gert sich ein Ar­beit­neh­mer aus re­li­giö­sen Grün­den, ei­ne ihm zu­ge­wie­se­ne Ar­beits­auf­ga­be zu er­fül­len, droht ihm die Kün­di­gung. Al­ler­dings muss der Ar­beit­ge­ber vor ei­ner Kün­di­gung prü­fen, ob es Be­schäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten gibt, die den Ar­beit­neh­mer nicht in Ge­wis­sens­kon­flik­te brin­gen, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG): BAG, Ur­teil vom 24.02.2011, 2 AZR 636/09 (Pres­se­mit­tei­lung).
  • 11/084 Fristlose Kündigung eines Call-Center-Agents wegen Grußformel "Jesus hat Sie lieb"
    02.05.2011. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Hamm hat - an­ders als zu­vor das Ar­beits­ge­richt Bo­chum - ent­schie­den, dass ein Ar­beit­ge­ber ei­nen Call-Cen­ter-Agent frist­los kün­di­gen kann, weil er Kun­den­ge­sprä­che be­harr­lich und ent­ge­gen ei­ner Wei­sung des Ar­beit­ge­bers mit der Ab­schieds­for­mel „Je­sus hat Sie lieb!“ be­en­det: LAG Hamm, Ur­teil vom 20.04.2011, 4 Sa 2230/10.
  • 11/055 Abmahnung: Die Ausübung ihrer Religion am Arbeitsplatz ist Erziehern untersagt
    18.03.2011. Ar­beit­ge­ber dür­fen ih­ren Ar­beit­neh­mern nur aus­nahms­wei­se re­li­giö­se Be­kun­dun­gen wäh­rend der Ar­beits­zeit ver­bie­ten, da die­se grund­recht­lich ge­schützt sind. Ei­ne die­ser Aus­nah­men greift nach der Recht­spre­chung aus Grün­den staat­li­cher Neu­tra­li­tät in Schu­len. Da­für muss es al­ler­dings ei­ne ent­spre­chen­de ge­setz­li­che Grund­la­ge, ein so ge­nann­tes "Neu­tra­li­täts­ge­bot" ge­ben. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat nun ent­schie­den, dass die­se Grund­sät­ze auch für Kin­der­ta­ges­stät­ten gel­ten: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 12.08.2010, 2 AZR 593/09.

 

Arbeitsrecht aktuell 2010

  • 10/205 Zweite Heirat als Kündigungsgrund?
    20.10.2010. Die Kir­chen sind Deutsch­lands größ­ter nicht­staat­li­cher Ar­beit­ge­ber. Durch ihr grund­ge­setz­lich ge­schütz­tes Selbst­be­stim­mungs­recht so­wie die da­mit eng ver­bun­de­ne Re­li­gi­ons­frei­heit gel­ten da­bei für Ar­beits­ver­hält­nis­se ei­ne gan­ze Rei­he von Be­son­der­hei­ten. Bei­spiels­wei­se müs­sen sich Ar­beit­neh­mer im so­ge­nann­ten "ver­kün­dungs­na­hen Be­reich" stets dar­über im Kla­ren sein, dass sie als Kir­chen­ver­tre­ter die Leh­ren der Kir­che hoch­hal­ten und mit gu­tem Bei­spiel vor­an­ge­hen müs­sen. Tun sie das nicht, droht ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te Kün­di­gung: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 01.07.2010, 5 Sa 996/09.
  • 10/177 Unsachliche Motive für Ablehnung eines Bewerbers
    10.09.2010. Die im All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz ge­re­gel­ten Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te er­fas­sen ins­be­son­de­re auch die Stel­len­aus­schrei­bung und Stel­len­be­set­zung. Bis­lang noch nicht höchst­rich­ter­lich ent­schie­den war und nun vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ver­neint wur­de die Fra­ge, ob man auch dann von ei­ner un­zu­läs­si­gen Be­nach­tei­li­gung ei­nes Be­wer­bers spre­chen kann, wenn die­sem dis­kri­mi­nie­rend ab­ge­sagt wird, er aber auch nicht al­le sach­lich ge­recht­fer­ti­gen An­for­de­run­gen er­füllt: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 19.08.2010, 8 AZR 466/09.
  • 10/083 Streit um Kopftücher an Spanischen Schulen
    30.04.2010. In Deutsch­land wur­de das Ver­bot für Leh­re­rin­nen an öf­fent­li­chen Schu­len, Kopf­tü­cher zu tra­gen hit­zig dis­ku­tiert. In Spa­ni­en ist der­zeit in der Dis­kus­si­on, auch Schü­le­rin­nen in der Schu­le das Tra­gen von Kopf­tü­chern zu un­ter­sa­gen.

 

Arbeitsrecht aktuell 2009

 

Arbeitsrecht aktuell 2008

 

Arbeitsrecht aktuell 2002

Letzte Überarbeitung: 13. September 2018

Was können wir für Sie tun?

Wenn Sie Fra­gen im Zu­sam­men­hang mit ei­ner mög­li­cher­wei­se zu Ih­ren Las­ten ge­hen­den und Ih­rem Ar­beit­ge­ber zu­zu­rech­nen­den Dis­kri­mi­nie­rung we­gen der Re­li­gi­on oder Welt­an­schau­ung ha­ben, be­ra­ten und un­ter­stüt­zen wir Sie ger­ne.

Wir Sind auch ger­ne be­hilf­lich, wenn es dar­um geht, Ih­re recht­li­chen Mög­lich­kei­ten und die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se in Ih­rem Fall ab­zu­klä­ren. Bit­te be­ach­ten Sie, dass Sie nach dem Ge­setz kur­ze Fris­ten für die Gel­tend­ma­chung Ih­rer An­sprü­che zu be­ach­ten ha­ben.

Selbst­ver­ständ­lich un­ter­stüt­zen wir Sie auch bei der Durch­set­zung der aus ei­ner re­li­gi­ons- oder welt­an­schau­ungs­be­ding­ten Dis­kri­mi­nie­rung fol­gen­den An­sprü­che. Je nach La­ge des Fal­les bzw. ent­spre­chend Ih­ren Wün­schen tre­ten wir ent­we­der nach au­ßen nicht in Er­schei­nung oder aber wir ver­han­deln in Ih­rem Na­men mit Ih­rem Ar­beit­ge­ber oder mit ei­nem Ver­tre­ter der Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung.

Für ei­ne mög­lichst ra­sche und ef­fek­ti­ve Be­ra­tung be­nö­ti­gen wir fol­gen­de Un­ter­la­gen:

  • Ar­beits­ver­trag / Ge­schäfts­füh­rer­an­stel­lungs­ver­trag
  • Ge­halts­ab­rech­nun­gen
  • Un­ter­la­gen im Zu­sam­men­hang mit der Dis­kri­mi­nie­rung (falls vor­han­den)
  • Be­triebs­ver­ein­ba­rung oder Dienst­ver­ein­ba­rung über die AGG-Be­schwer­de­stel­le (falls vor­han­den)

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Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

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