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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/162

Min­dest­lohn ge­mäß Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG)

Wel­che Ar­beit­ge­ber­leis­tun­gen zäh­len im Rei­ni­gungs­ge­wer­be als Er­fül­lung ei­nes Min­dest­lohn­an­spruchs nach dem AEntG?: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10 Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10
Putzeimer mit Putzzeug Min­dest­lohn fürs Sau­ber­ma­chen: Klingt ein­fach, ist es aber nicht

20.04.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat vor­ges­tern über zwei Ham­bur­ger Streit­fäl­le ent­schie­den, in de­nen es um die Fra­ge ging, wel­che Ar­beit­ge­ber­leis­tun­gen im Rei­ni­gungs­ge­wer­be als Er­fül­lung ei­nes Min­dest­lohn­an­spruchs nach dem Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG) zäh­len.

Hin­ter­grund der bei­den Pro­zes­se war, dass der vom Ar­beit­ge­ber ge­währ­te Grund­stun­den­lohn zwar un­ter dem Min­dest­stun­den­lohn ge­mäß den zwin­gen­den Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Ta­rif­ver­trä­gen lag, er da­für aber an­de­re, in den Ge­bäu­de­rei­ni­ger-Ta­rif­ver­trä­gen nicht vor­ge­se­he­ne Zah­lun­gen leis­te­te, z.B. ei­ne lau­fen­de Zu­la­ge, Ein­mal­zah­lun­gen, ein Ur­laubs­geld und ver­mö­gens­wirk­sa­me Leis­tun­gen.

Das BAG wies ei­ne der bei­den Kla­ge ab (Ur­teil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10) und setz­te das an­de­re Ver­fah­ren aus, um den Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) um ei­ne Stel­lung­nah­me zu der zu ein­schlä­gi­gen EU-Richt­li­nie zu bit­ten, die dem AEntG zu­grun­de liegt (Be­schluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10).

Wen schützt das Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG) und wie macht es das?

Das Ge­setz über zwin­gen­de Ar­beits­be­din­gun­gen für grenzüber­schrei­tend ent­sand­te und für re­gelmäßig im In­land beschäftig­te Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen (Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz - AEntG) schreibt ausländi­schen Un­ter­neh­men vor, be­stimm­te in Deutsch­land gel­ten­de ar­beits­recht­li­che Min­dest­stan­dards zu be­ach­ten, wenn sie in Deutsch­land Dienst­leis­tun­gen er­brin­gen und da­bei Ar­beit­neh­mer beschäfti­gen (§ 3, § 8 AEntG).

Die­ser Schutz nach dem AEntG setzt vor­aus, dass der Ar­beit­ge­ber Leis­tun­gen er­bringt, die zu den im AEntG aus­drück­lich ge­nann­ten Bran­chen gehören, al­so z.B. zum Bau­haupt­ge­wer­be, zur Gebäuderei­ni­gung oder zu den Brief­dienst­leis­tun­gen (§ 4 AEntG). Außer­dem muss es für die im AEntG ge­nann­ten Bran­chen ei­nen all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trag ge­ben oder (falls es ei­nen sol­chen Ta­rif­ver­trag nicht gibt) ei­ne Rechts­ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zi­al­ord­nung (BMAS) gemäß § 7 AEntG, d.h. ei­ne sog. Er­stre­ckungs­ver­ord­nung. Ei­ne Er­stre­ckungs­ver­ord­nung schreibt vor, dass ein Ta­rif­ver­trag un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen (ähn­lich wie bei ei­ner All­ge­mein­ver­bind­li­cherklärung) auf al­le un­ter sei­nen Gel­tungs­be­reich fal­len­den Ar­beits­verhält­nis­se an­zu­wen­den ist.

Die Ta­rif­verträge, die über das AEntG die in Deutsch­land täti­gen Ar­beit­neh­mer ausländi­scher Un­ter­neh­men schützen, be­inhal­ten vor al­lem Min­destlöhne so­wie Ur­laubs­re­ge­lun­gen (§ 5 AEntG). Da die Er­stre­ckungs­ver­ord­nung von al­len Ar­beit­ge­bern zu be­ach­ten ist, die in ei­ner Bran­che tätig sind, für die ein er­streck­bar erklärter Ta­rif­ver­trag gilt, sind die Vor­schrif­ten ei­nes sol­chen Ta­rif­ver­trags auch von inländi­schen Ar­beit­ge­bern zu be­ach­ten (§ 8 AEntG). Die Er­stre­ckungs­ver­ord­nung be­gründet da­her für inländi­sche Ar­beit­ge­ber Rechts­pflich­ten, die es oh­ne sie bzw. oh­ne das AEntG nicht gäbe.

Hin­ter­grund des AEntG ist die Richt­li­nie 96/71/EG des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes vom 16.12.1996 über die Ent­sen­dung von Ar­beit­neh­mern im Rah­men der Er­brin­gung von Dienst­leis­tun­gen. De­ren Art.3 sieht vor, dass die Staa­ten, in de­ren Ge­biet aus dem Aus­land ent­sand­te Ar­beit­neh­mer tätig sind, dort die­sel­ben ar­beits­recht­li­chen Min­dest­stan­dards ge­nießen wie die ein­hei­mi­schen Ar­beit­neh­mer.

We­der durch das AEntG noch durch die Richt­li­nie 97/71/EG ein­deu­tig be­ant­wor­tet ist die Fra­ge, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Ar­beit­ge­ber für sich in An­spruch neh­men können, den Min­dest­lohn­an­spruch nach dem AEntG zu erfüllen. Denn oft er­hal­ten Ar­beit­neh­mer ne­ben dem ei­gent­li­chen (St­un­den-)Lohn wei­te­re Leis­tun­gen wie Zu­la­gen, Ein­mal­zah­lun­gen oder auch Bei­hil­fen zum Auf­bau ei­nes Vermögens ("vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen").

Zwei Ham­bur­ger Streitfälle: Gebäuderei­ni­ger kla­gen auf Min­dest­lohn nach dem AEntG, der Ar­beit­ge­ber be­ruft sich auf Son­der­leis­tun­gen

Die Ar­beits­verhält­nis­se zwei­er Ham­bur­ger Gebäuderei­ni­ger rich­te­ten sich im strei­ti­gen Zeit­raum (01.07.2007 bis 30.06.2008) nach den all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­verträgen des Gebäuderei­ni­ger­hand­werks so­wie nach der (am 01.04.2008 in Kraft ge­tre­te­nen) Ver­ord­nung über zwin­gen­de Min­dest­ar­beits­be­din­gun­gen im Gebäuderei­ni­ger­hand­werk nach § 1 Abs. 3a AEntG 2007 (heu­te: § 7 AEntG neue Fas­sung).

Der zum Deut­sche-Bahn-Kon­zern gehören­de Ar­beit­ge­ber be­zahl­te die bei­den Gebäuderei­ni­ger nach ei­nem kon­zern­ei­ge­nen Ta­rif­ver­trags­sys­tem. Die auf die­ser Grund­la­ge ge­zahl­ten Grund­stun­denlöhne la­gen zwar un­ter­halb der je­wei­li­gen Min­destlöhne der Gebäuderei­ni­ger­ta­rif­verträge, doch zahl­te der Ar­beit­ge­ber ne­ben den St­un­denlöhnen ver­schie­de­ne Zu­schläge, Ein­mal­zah­lun­gen, Ur­laubs­gel­der und vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen.

Um­strit­ten war nun, ob die­se Son­der­zah­lun­gen auf die von den Gebäuderei­ni­gern ein­ge­klag­ten Min­destlöhne an­ge­rech­net wer­den konn­ten. Die­ser Mei­nung war der Ar­beit­ge­ber, der sich da­bei auf die herr­schen­de ar­beits­recht­li­che Kom­men­tar­li­te­ra­tur be­rief. Die Gebäuderei­ni­ger da­ge­gen wa­ren der An­sicht, die­se Zah­lun­gen könn­ten nicht auf die Min­destlöhne an­ge­rech­net wer­den, so dass der Ar­beit­ge­ber trotz der Son­der­zah­lun­gen wei­ter­hin da­zu ver­pflich­tet sei, die Dif­fe­renz zwi­schen den DB-ta­rif­ver­trag­li­chen Grund­stun­denlöhnen und den höhe­ren St­un­denlöhnen nach den Gebäuderei­ni­ger-Min­dest­lohn­ta­ri­fen zu zah­len.

BAG: Ei­ne lau­fend ge­zahl­te Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge ist auf den Min­dest­lohn an­zu­rech­nen

In dem ei­nen vom BAG ent­schie­de­nen Fall ging es im we­sent­li­chen nur um ei­ne Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge, die der Ar­beit­ge­ber gemäß den im DB-Kon­zern gel­ten­den Ta­rif­verträgen gewähr­te. Grund­stun­den­lohn und Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge über­stie­gen zu­samm­gen­ge­rech­net den Min­dest­lohn gemäß AEntG. Da­her wie­sen so­wohl das Ar­beits­ge­richt Ham­burg (Ur­teil vom 17.02.2009, 19 Ca 283/08) als auch das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ham­burg (Ur­teil vom 17.09.2009, 8 Sa 33/09) als auch das BAG die Lohn­kla­ge ab (BAG, Ur­teil vom 18.04.2012, 4 AZR 139/10 - Pres­se­mit­tei­lung).

Zur Be­gründung heißt es in der der­zeit al­lein vor­lie­gen­den Pres­se­mit­tei­lung des BAG, dass die von ne­ben dem Ta­rif­stun­den­lohn für je­de Ar­beits­stun­de ge­zahl­te „Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge“, un­ter de­ren Ein­schluss der Kläger mehr als den Min­dest­lohn er­hielt, auf den ge­schul­de­ten Min­dest­lohn an­zu­rech­nen sei. Ei­ne sol­che Zu­la­ge war für die vom Kläger ver­rich­te­te Ar­beit nach den Gebäuderei­ni­ger­ta­rif­verträgen nicht vor­ge­se­hen, die aber aus­weis­lich ih­res Gel­tungs­be­reichs den Min­dest­lohn auch für Ver­kehrs­mit­tel­rei­ni­gung fest­ge­legt hat­ten, so das BAG.

An­ders ge­sagt: Da die Rei­ni­gung von Ver­kehrs­mit­teln zur ta­rif­li­chen "Nor­mal­leis­tung" ei­nes Gebäuderei­ni­gers nach dem AEntG-Gebäuderei­ni­ger­ta­rif­verträgen gehört, ist die auf an­de­rer ta­rif­li­cher Grund­la­ge lau­fend ge­zahl­te Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge auf den Min­dest­lohn an­zu­rech­nen. Denn mit der Zu­la­ge wird die übli­che bzw. "nor­ma­le" Ar­beit des kla­gen­den Gebäuderei­ni­gers be­zahlt.

BAG: Ob auch vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen auf den Min­dest­lohn an­ge­rech­net wer­den können, soll der EuGH ent­schei­den

In dem an­de­ren Streit­fall war dem Gebäuderei­ni­ger ei­ne Ver­kehrs­mit­tel­zu­la­ge nicht ge­zahlt wor­den. Hier kam es da­her dar­auf an, ob ei­ne außer der Rei­he gewähr­te Ein­mal­zah­lung, ein Ur­laubs­geld und vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen auf den Min­dest­lohn an­zu­rech­nen sind. Die­ser Mei­nung wa­ren das Ar­beits­ge­richt Ham­burg (Ur­teil vom 17.02.2009, 19 Ca 279/08) und das LAG Ham­burg (Ur­teil vom 06.01.2010, 5 Sa 33/09), die da­her die Kla­ge ab­wie­sen.

Da­ge­gen hat­te der Ar­beit­ge­ber "nach der vorläufi­gen Einschätzung" des BAG den Vergütungs­dif­fe­renz­an­spruch des Klägers auf der Grund­la­ge des na­tio­na­len (Ta­rif­rechts-)Verständ­nis­ses "zu­min­dest nicht vollständig" erfüllt (BAG, Be­schluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10). Denn je­den­falls die vermögens­wirk­sa­men Leis­tun­gen sind hier­nach nicht als Erfüllung des Min­dest­lohns an­zu­se­hen, so das BAG. Denn sie sind nicht mit dem Grund­stun­den­lohn der Gebäuderei­ni­ger-Lohn­ta­rif­verträge funk­tio­nal gleich­wer­tig, son­dern erfüllen (un­abhängig von der Art und Ent­loh­nung der zu leis­ten­den Ar­beit) die Funk­ti­on ei­ner Vermögens­bil­dung in Ar­beit­neh­mer­hand. Außer­dem ste­hen vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen dem Ar­beit­neh­mer nicht wie lau­fen­der Ar­beits­lohn zur Verfügung.

Ob­wohl der vor­lie­gen­de Streit­fall kei­nen grenzüber­schrei­ten­den Be­zug hat­te, ent­schied sich das BAG zur Si­che­rung ei­ner ein­heit­li­chen Rechts­an­wen­dung da­zu, dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) die Fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­zu­le­gen, was un­ter dem Be­griff der "Min­dest­lohnsätze" in Art. 3 Abs. 1 Buchst. c) der Richt­li­nie 96/71/EG zu ver­ste­hen ist und ob die Richt­li­nie 96/71/EG mit dem deut­schen Verständ­nis von Min­dest­lohn zu ver­ein­ba­ren ist, dem zu­fol­ge vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen nicht an­re­chen­bar sind.

Die bei­den Vor­la­ge­fra­gen des BAG lau­ten (BAG, Be­schluss vom 18.04.2012, 4 AZR 168/10):

"1. Ist der Be­griff ‚Min­dest­lohnsätze’ in Art. 3 Abs. 1 Buchst. c) der Richt­li­nie 96/71/EG da­hin aus­zu­le­gen, dass er die Ge­gen­leis­tung des Ar­beit­ge­bers für die­je­ni­ge Ar­beits­leis­tung des Ar­beit­neh­mers be­zeich­net, die nach der in Art. 3 Abs. 1 Ein­gangs­satz der Richt­li­nie ge­nann­ten Rechts- oder Ver­wal­tungs­vor­schrift oder dem all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trag al­lein und vollständig mit dem ta­rif­li­chen Min­dest­lohn ab­ge­gol­ten wer­den soll („Nor­mal­leis­tung“), und des­halb nur Ar­beit­ge­ber­leis­tun­gen auf die Ver­pflich­tung zur Zah­lung des Min­dest­lohn­sat­zes an­ge­rech­net wer­den können, die die­se Nor­mal­leis­tung ent­gel­ten und spätes­tens zu dem Fällig­keits­ter­min für den je­wei­li­gen Lohn­zah­lungs­zeit­raum dem Ar­beit­neh­mer zur Verfügung ste­hen müssen?

2. Ist der Be­griff ‚Min­dest­lohnsätze’ in Art. 3 Abs. 1 Buchst. c) der Richt­li­nie 96/71/EG da­hin aus­zu­le­gen, dass er na­tio­na­len Be­stim­mun­gen oder Ge­pflo­gen­hei­ten ent­ge­gen­steht, nach de­nen Leis­tun­gen ei­nes Ar­beit­ge­bers nicht als Be­stand­teil des Min­dest­lohns an­zu­se­hen und da­mit nicht auf die Erfüllung des Min­dest­lohn­an­spruchs an­zu­rech­nen sind, wenn der Ar­beit­ge­ber die­se Leis­tun­gen auf­grund ei­ner ta­rif­ver­trag­li­chen Ver­pflich­tung er­bringt, die nach dem Wil­len der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en und des na­tio­na­len Ge­setz­ge­bers da­zu be­stimmt sind, der Bil­dung von Vermögen in Ar­beit­neh­mer­hand zu die­nen, und zu die­sem Zweck die mo­nat­li­chen Leis­tun­gen vom Ar­beit­ge­ber für den Ar­beit­neh­mer lang­fris­tig an­ge­legt wer­den, zum Bei­spiel als Spar­bei­trag, als Bei­trag zum Bau oder Er­werb ei­nes Wohn­gebäudes oder als Bei­trag zu ei­ner Ka­pi­tal­le­bens­ver­si­che­rung, und mit staat­li­chen Zuschüssen und Steu­er­vergüns­ti­gun­gen gefördert wer­den, und der Ar­beit­neh­mer erst nach ei­ner mehrjähri­gen Frist über die­se Beiträge verfügen kann, und die Höhe der Beiträge als mo­nat­li­cher Fest­be­trag al­lein von der ver­ein­bar­ten Ar­beits­zeit, nicht je­doch von der Ar­beits­vergütung abhängt („vermögens­wirk­sa­me Leis­tun­gen“)?"

Fa­zit: Für die Fra­ge, ob und in­wie­weit der Ar­beit­ge­ber die­sen An­spruch durch an­der­wei­ti­ge Leis­tun­gen erfüllt hat, kommt es dar­auf an, wel­chen Zweck die an­de­ren Leis­tun­gen ha­ben. Sie sind dann als "funk­tio­nal gleich­wer­tig" zum Min­dest­lohn an­zu­se­hen, wenn sie da­zu die­nen, die nach dem all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trag vor­aus­ge­setz­te „Nor­mal­leis­tung“ ab­zu­gel­ten, so das BAG. An­ders ist es da­ge­gen, wenn an­der­wei­ti­ge Leis­tun­gen da­zu die­nen, Über­stun­den oder un­ter be­son­de­ren Er­schwer­nis­sen ge­leis­te­te Ar­beit ge­son­dert zu vergüten.

Nähe­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Hin­weis: In der Zwi­schen­zeit, d.h. nach Er­stel­lung die­ses Ar­ti­kels, hat das BAG sei­ne Ent­schei­dungs­gründe veröffent­licht. Das vollständig be­gründe­te Ur­teil des BAG fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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