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BAG, Be­schluss vom 26.09.2017, 1 ABR 27/16

   
Schlagworte: Betriebsrat, Bruttolohnlisten, Gehaltslisten, Gleichbehandlungsgrundsatz, Gesamtbetriebsrat
   
Gericht: Bundesarbeitsgericht
Aktenzeichen: 1 ABR 27/16
Typ: Beschluss
Entscheidungsdatum: 26.09.2017
   
Leitsätze:
Vorinstanzen: Arbeitsgericht Elmshorn, Beschluss vom 03.06.2015, 1 BV 10e/15
Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 09.02.2016, 1 TaBV 43/15
   

BUN­DES­AR­BEITS­GERICHT

1 ABR 27/16
1 TaBV 43/15
Lan­des­ar­beits­ge­richt
Schles­wig-Hol­stein

Im Na­men des Vol­kes!

Verkündet am
26. Sep­tem­ber 2017

BESCHLUSS

Rad­t­ke, Ur­kunds­be­am­tin
der Geschäfts­stel­le

In dem Be­schluss­ver­fah­ren mit den Be­tei­lig­ten

1. 

An­trag­stel­ler,

2. 

Be­schwer­deführe­rin und Rechts­be­schwer­deführe­rin,

hat der Ers­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der Anhörung vom 26. Sep­tem­ber 2017 durch die Präsi­den­tin des Bun­des­ar­beits­ge­richts Schmidt, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Tre­ber und Dr. Hein­kel so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Fas­ben­der und Dr. Kle­be für Recht er­kannt:

 

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1. Auf die Rechts­be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin wird der Be­schluss des Lan­des­ar­beits­ge­richts Schles­wig-Hol­stein vom 9. Fe­bru­ar 2016 - 1 TaBV 43/15 - auf­ge­ho­ben.

2. Auf die Be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin wird der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Elms­horn vom 3. Ju­ni 2015 - 1 BV 10 e/15 - ab­geändert:

Der An­trag des Be­triebs­rats wird ab­ge­wie­sen.

Von Rechts we­gen!

Gründe

A. Die Be­tei­lig­ten strei­ten über das Ein­sichts­recht ei­nes Be­triebs­rats in un­ter­neh­mens­be­zo­ge­ne Ent­gelt­lis­ten.

Die Ar­beit­ge­be­rin be­treibt ein Ver­kehrs­un­ter­neh­men mit ins­ge­samt vier Be­trie­ben. In je­dem da­von ist ein Be­triebs­rat ge­bil­det. Die­se ha­ben ei­nen Ge­samt­be­triebs­rat er­rich­tet. An­trag­stel­ler ist der im Be­trieb S gewähl­te Be­triebs­rat. Die­ser hat ei­nen Be­triebs­aus­schuss be­stellt.

Mit Schrei­ben vom 29. Ja­nu­ar 2015 ver­lang­te der Be­triebs­rat Ein­sicht in Lis­ten über die Brut­tolöhne und -gehälter sämt­li­cher Ar­beit­neh­mer des Un­ter­neh­mens um nach­voll­zie­hen zu können, ob die Ar­beit­ge­be­rin den un­ter­neh­mens­ein­heit­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz be­ach­te und die von ihm re­präsen­tier­te Be­leg­schaft nicht be­nach­tei­li­ge. Nach­dem die Ar­beit­ge­be­rin sich le­dig­lich be­reit erklärte, Ein­sicht­nah­me in ei­ne be­triebs­be­zo­ge­ne Brut­to­ent­gelt­lis­te zu gewähren, hat der Be­triebs­rat - so­weit für die Rechts­be­schwer­de von Be­deu­tung - be­an­tragt,

1. die Ar­beit­ge­be­rin zu ver­pflich­ten, den Mit­glie­dern des Be­triebs­aus­schus­ses Ein­sicht in die mit Ja­nu­ar 2014 be­gin­nen­den Brut­to­lohn- und Ge­halts­lis­ten hin­sicht­lich sämt­li­cher Ent­gelt­be­stand­tei­le al­ler Ar­beit­neh­mer mit Aus­nah­me der lei­ten­den An­ge­stell­ten der Be­trie­be in B, E, G, Gl, S und Q zu gewähren,

 

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hilfs­wei­se,

2. die Ar­beit­ge­be­rin zu ver­pflich­ten, den Mit­glie­dern des Be­triebs­aus­schus­ses Ein­sicht in die mit Ja­nu­ar 2014 be­gin­nen­den Brut­to­lohn- und Ge­halts­lis­ten hin­sicht­lich sämt­li­cher Ent­gelt­be­stand­tei­le al­ler im Un­ter­neh­men der Ar­beit­ge­be­rin beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer mit Aus­nah­me der lei­ten­den An­ge­stell­ten zu gewähren.

Die Ar­beit­ge­be­rin hat be­an­tragt, die Anträge zurück­zu­wei­sen.

Das Ar­beits­ge­richt hat dem An­trag des Be­triebs­rats statt­ge­ge­ben. Die da­ge­gen ge­rich­te­te Be­schwer­de der Ar­beit­ge­be­rin hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt zurück­ge­wie­sen. Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­be­schwer­de ver­folgt sie ihr Be­geh­ren wei­ter.

B. Die Rechts­be­schwer­de ist be­gründet. Die Vor­in­stan­zen ha­ben dem An­trag des Be­triebs­rats zu Un­recht ent­spro­chen. Der Be­triebs­rat hat kei­nen An­spruch auf Ein­sicht­nah­me in un­ter­neh­mens­be­zo­ge­ne Brut­to­ent­gelt­lis­ten.

I. Der An­trag ist in der ge­bo­te­nen Aus­le­gung zulässig.

1. Die gel­tend ge­mach­te Ein­sicht­nah­me be­trifft ei­nen ein­heit­li­chen An­trag. 

Dem Be­triebs­rat geht es um die Ein­sicht­nah­me in Brut­to­lohn- und Ge­halts­lis­ten sämt­li­cher Ar­beit­neh­mer der Ar­beit­ge­be­rin, un­ge­ach­tet der je­wei­li­gen Be­triebs­zu­gehörig­keit, be­gin­nend mit dem Jahr 2014. Sol­che Lis­ten führt die Ar­beit­ge­be­rin so­wohl be­triebs- als auch un­ter­neh­mens­be­zo­gen. Auf letz­te­re be­zieht sich nach der An­trags­be­gründung des Be­triebs­rats sein Be­geh­ren. Dem ent­spricht auch die Te­n­o­rie­rung des Lan­des­ar­beits­ge­richts. Zu­dem ha­ben die Be­tei­lig­ten die­ses An­trags­verständ­nis in der Anhörung vor dem Se­nat bestätigt.

2. Der An­trag genügt den An­for­de­run­gen des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO. Ob der Be­triebs­rat ver­gan­gen­heits- und un­be­schränkt zu­kunfts­be­zo­gen Ein­sicht neh­men kann, ist ei­ne Fra­ge der Be­gründet­heit und nicht - wie die Ar­beit­ge­be­rin meint - der Be­stimmt­heit. Ein auf künf­ti­ge Leis­tung ge­rich­te­ter An­trag ist nach dem im Be­schluss­ver­fah­ren an­wend­ba­ren § 259 ZPO zulässig, wenn nach den Umständen die Be­sorg­nis ge­recht­fer­tigt ist, der Ar­beit­ge­ber wer­de

 

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sich der recht­zei­ti­gen Leis­tung ent­zie­hen (BAG 14. Ja­nu­ar 2014 - 1 ABR 54/12 - Rn. 16). Die­se Vor­aus­set­zung ist vor­lie­gend erfüllt. Die Ar­beit­ge­be­rin hat sich bis­her ge­wei­gert, die be­gehr­te Ein­sicht­nah­me zu ermögli­chen. Es ist da­her zu be­sor­gen, sie wer­de dem Be­geh­ren auch in Zu­kunft nicht nach­kom­men. Ih­re Be­reit­schaft, dem Be­triebs­rat Ein­blick in be­triebs­be­zo­ge­ne Brut­to­ent­gelt­lis­ten des S Be­triebs zu gewähren, steht dem nicht ent­ge­gen. Auf sol­che Lis­ten ist der An­trag nicht ge­rich­tet.

II. Zu Recht ha­ben die Vor­in­stan­zen von wei­te­ren Be­tei­li­gun­gen ab­ge­se­hen. Nach § 83 Abs. 3 ArbGG ha­ben in ei­nem Be­schluss­ver­fah­ren ne­ben dem An­trag­stel­ler die­je­ni­gen Stel­len ein Recht auf Anhörung, die durch die be­gehr­te Ent­schei­dung in ih­rer be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Stel­lung un­mit­tel­bar be­trof­fen sind (BAG 13. De­zem­ber 2016 - 1 ABR 7/15 - Rn. 13, BA­GE 157, 220). Der Ge­samt­be­triebs­rat ist von ei­ner Ent­schei­dung im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren nicht be­trof­fen. Dem an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat geht es nicht um die Wahr­neh­mung ei­nes Mit­be­stim­mungs­rechts nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG zur Auf­stel­lung über­be­trieb­li­cher Ent­loh­nungs­grundsätze, son­dern um die Wahr­neh­mung ei­nes in­ner­be­trieb­li­chen Über­wa­chungs­rechts. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Ar­beit­ge­be­rin ist auch der Be­triebs­rat des Be­triebs B in ei­ner be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Po­si­ti­on nicht ernst­haft berührt. Sein an­gekündig­tes Be­geh­ren, die Ar­beit­ge­be­rin ha­be es zu un­ter­las­sen, dem Be­triebs­rat des S Be­triebs die Ein­sicht­nah­me in Ent­gelt­lis­ten zu ge­stat­ten, in de­nen auch die Ar­beit­neh­mer sei­nes Be­triebs auf­geführt sei­en, birgt nicht die ernst­haf­te Ge­fahr wi­der­strei­ten­der Ent­schei­dun­gen. Ein sol­cher An­spruch fin­det im Be­triebs­ver­fas­sungs­recht kei­ne Grund­la­ge.

III. Der An­trag ist un­be­gründet. Die Ar­beit­ge­be­rin ist nicht ver­pflich­tet, dem Be­triebs­rat Ein­blick in ei­ne un­ter­neh­mens­wei­te Lis­te über Brut­tolöhne und -gehälter von Ar­beit­neh­mern zu gewähren, die nicht dem von ihm re­präsen­tier­ten Be­trieb an­gehören.

1. Nach § 80 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 1 Be­trVG sind dem Be­triebs­rat auf Ver­lan­gen je­der­zeit die zur Durchführung sei­ner Auf­ga­ben er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen zur Verfügung zu stel­len. In die­sem Rah­men ist der Be­triebs­aus­schuss be-

 

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rech­tigt, in die Lis­ten über die Brut­tolöhne und -gehälter Ein­blick zu neh­men. Das Ein­sichts­recht nach § 80 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 2 Be­trVG un­ter­liegt aber den Gren­zen der all­ge­mei­nen Re­ge­lung des § 80 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 1 Be­trVG. Da­nach setzt das Ein­sichts­recht vor­aus, dass es zur Durchführung ei­ner Auf­ga­be des Be­triebs­rats er­for­der­lich ist. Ein sol­cher Auf­ga­ben­be­zug ist re­gelmäßig schon des­halb ge­ge­ben, weil der Be­triebs­rat nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG darüber zu wa­chen hat, dass die zu­guns­ten der Ar­beit­neh­mer gel­ten­den Ge­set­ze und Ta­rif­verträge durch­geführt wer­den. Hier­zu gehört auch die sich aus § 75 Abs. 1 Be­trVG er­ge­ben­de Ver­pflich­tung des Ar­beit­ge­bers zur Be­ach­tung des all­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes (BAG 14. Ja­nu­ar 2014 - 1 ABR 54/12 - Rn. 23). Die­ser fin­det al­ler­dings un­ter­neh­mens­weit An­wen­dung, wenn ei­ne ver­tei­len­de Ent­schei­dung des Ar­beit­ge­bers nicht auf ein­zel­ne Be­trie­be be­schränkt ist, son­dern sich auf al­le oder meh­re­re Be­trie­be des Un­ter­neh­mens be­zieht (BAG 3. De­zem­ber 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 16, BA­GE 128, 342).

2. Auf­ga­be des Be­triebs­rats ist es aber, auf die Her­stel­lung in­ner­be­trieb­li­cher Lohn­ge­rech­tig­keit hin­zu­wir­ken. Da­zu benötigt er die Kennt­nis ef­fek­tiv ge­zahl­ter Vergütun­gen, um sich ein Ur­teil darüber bil­den zu können, ob in­so­weit ein Zu­stand in­ner­be­trieb­li­cher Lohn­ge­rech­tig­keit exis­tiert oder nur durch ei­ne an­de­re be­trieb­li­che Lohn­ge­stal­tung er­reicht wer­den kann. Ein Ein­sichts­recht be­steht des­halb auch dann, wenn der Be­triebs­rat ge­ra­de fest­stel­len will, wel­che Ar­beit­neh­mer wel­che Ent­gelt­be­stand­tei­le er­hal­ten und wie hoch die­se sind. Gren­zen des Ein­sichts­rechts lie­gen aber dort, wo ein Be­tei­li­gungs­recht oder ei­ne sons­ti­ge Auf­ga­be of­fen­sicht­lich nicht in Be­tracht kommt (BAG 23. Fe­bru­ar 2007 - 1 ABR 14/06 - Rn. 23 ff., BA­GE 121, 139).

3. Da­nach steht dem Be­triebs­rat das be­gehr­te Ein­sichts­recht nicht zu.

Sei­ne Mit­be­stim­mungs- und Über­wa­chungs­rech­te sind auf den Be­trieb be­grenzt.

a) Der ar­beits­recht­li­che Gleich­be­hand­lungs­grund­satz ver­pflich­tet den Ar­beit­ge­ber in Be­zug auf die bei ihm beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer. Die­ser hat ei­ne Gleich­be­hand­lung auch be­triebsüberg­rei­fend zu gewähr­leis­ten, wenn sei­ne ver-

 

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tei­len­de Ent­schei­dung nicht auf den ein­zel­nen Be­trieb be­grenzt ist, son­dern sich auf al­le oder meh­re­re Be­trie­be des Un­ter­neh­mens be­zieht. Da­bei sind die Be­son­der­hei­ten des Un­ter­neh­mens und die sei­ner Be­trie­be zu berück­sich­ti­gen (BAG 3. De­zem­ber 2008 - 5 AZR 74/08 - Rn. 16, BA­GE 128, 342). Der un­ter­neh­mens­be­zo­ge­ne Gleich­be­hand­lungs­grund­satz be­trifft da­nach nicht die in­ner­be­trieb­li­che, son­dern die über­be­trieb­li­che Lohn­ge­rech­tig­keit und de­ren Ge­stal­tung, für die ein Mit­be­stim­mungs­recht nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 Be­trVG an den vom Ar­beit­ge­ber zur Verfügung ge­stell­ten fi­nan­zi­el­len Mit­teln dem Ge­samt­be­triebs­rat und nicht den ört­li­chen Be­triebsräten zu­steht. Das schließt ei­ne dar­auf ge­rich­te­te Auf­ga­be des Be­triebs­rats aus.

b) Auch das vom Be­triebs­rat gel­tend ge­mach­te Über­wa­chungs­recht kann den von § 80 Abs. 2 Be­trVG ver­lang­ten Auf­ga­ben­be­zug nicht be­gründen. Das hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt ver­kannt.

aa) Dem Be­triebs­rat geht es, wie er in der Rechts­be­schwer­de­er­wi­de­rung er­neut klar­ge­stellt hat, um die Prüfung, ob die von ihm re­präsen­tier­ten Beschäftig­ten im Verhält­nis zu an­de­ren un­ter­neh­mens­zu­gehöri­gen Ar­beit­neh­mern be­nach­tei­ligt wer­den, weil die Ar­beit­ge­be­rin ers­te­ren mögli­cher­wei­se fi­nan­zi­el­le Leis­tun­gen vor­enthält, die sie letz­te­ren oh­ne sach­lich recht­fer­ti­gen­den Grund gewährt. Das steht in kei­nem Zu­sam­men­hang mit ei­nem Mit­be­stim­mungs­recht zur in­ner­be­trieb­li­chen Lohn­ge­stal­tung. Dem Be­triebs­rat ist auch nicht dar­an ge­le­gen zu über­wa­chen, ob der Ar­beit­ge­ber den un­ter­neh­mens­ein­heit­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz ins­ge­samt be­ach­tet, son­dern her­aus­zu­fin­den, ob An­halts­punk­te für ei­ne sol­che Rechts­grund­la­ge für fi­nan­zi­el­le Leis­tun­gen an Ar­beit­neh­mer ge­ra­de sei­nes Be­triebs er­kenn­bar sind. Das bloße Er­mit­teln ei­ner Rechts­grund­la­ge für mögli­che Ent­gelt­kla­gen ein­zel­ner Ar­beit­neh­mer „ins Blaue hin­ein“ ist nicht Teil der Über­wa­chungs­be­fug­nis­se nach § 80 Abs. 1 Nr. 1 Be­trVG. Die­se sind auf die Durchführung von Ar­beit­neh­mer­schutz­re­ge­lun­gen ge­rich­tet.

bb) Ein be­triebsüberg­rei­fen­des Ein­sichts­recht folgt ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Lan­des­ar­beits­ge­richts auch nicht aus der Pflicht ei­nes Ar­beit­ge­bers, den Be­triebs­rat über den be­trieb­li­chen Ein­satz von Fremd­per­so­nal oder frei­en

 

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Mit­ar­bei­tern zu in­for­mie­ren. Auch ein sol­cher In­for­ma­ti­ons­an­spruch ver­langt, dass ein Be­tei­li­gungs­recht nicht of­fen­sicht­lich aus­ge­schlos­sen ist (vgl. BAG 15. De­zem­ber 1998 - 1 ABR 9/98 - zu B II 1 der Gründe, BA­GE 90, 288).

Schmidt
Tre­ber
Hein­kel
Fas­ben­der
T. Kle­be

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