HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // Arbeit & Soziales

Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2012 Ar­beit und So­zia­les, Ar­beits­markt, Ta­rif­po­li­tik

Fünf Arbeitnehmer

Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Kom­men­ta­re zur Ar­beits­markt- und So­zi­al­po­li­tik 2012, d.h. Nach­rich­ten aus der Ar­beits­welt, zur Be­schäf­ti­gungs­po­li­tik, zu Ta­rif­ver­hand­lun­gen und zu Ar­beits­kämp­fen.

Ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ak­tu­el­ler Ur­tei­le fin­den Sie in der Ru­brik "Recht­spre­chung", In­for­ma­tio­nen zum eu­ro­päi­schen Ar­beits­recht un­ter "Eu­ro­pa­recht" und Kom­men­ta­re zu ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Ge­set­zes­vor­ha­ben und Ge­set­zes­än­de­run­gen un­ter "Ge­setz­ge­bung".

Da die Bei­trä­ge ak­tua­li­täts­be­dingt auf teil­wei­se un­voll­stän­di­gen In­for­ma­tio­nen be­ru­hen, ha­ben sie oft vor­läu­fi­gen Cha­rak­ter. Äl­te­re Bei­trä­ge ge­ben da­her nicht im­mer den zwi­schen­zeit­lich er­reich­ten Stand der Dis­kus­si­on wie­der.

Bei­trä­ge zum The­ma "Ar­beit & So­zia­les" aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2019, Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.


 
12/381 Hinterbliebenenrente auch für Lebenspartner von DO-Angestellten
  13.12.2012. Hin­ter­blie­be­ne Le­bens­part­ner von 2005 oder später ver­stor­be­nen Dienst­ord­nungs­an­ge­stell­ten (DO-An­ge­stell­ten) können eben­so wie ver­wit­we­te Ehe­leu­te ei­ne Hin­ter­blie­be­nen­ren­te ver­lan­gen. Denn wenn ver­wit­we­ten Ehe­part­nern ei­nes DO-An­ge­stell­ten in ent­spre­chen­der An­wen­dung der be­am­ten­recht­li­chen Al­ters­ver­sor­gung ei­ne Wit­wen­ren­te zu­steht, wäre es ei­ne un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen der se­xu­el­len Iden­tität, wenn die­se Ren­te gleich­ge­schlecht­li­chen Le­bens­part­nern ei­nes ver­stor­be­nen DO-An­ge­stell­ten ver­wei­gert würde: BAG, Ur­teil vom 11.12.2012, 3 AZR 684/10.
 
12/349 Leiharbeit auf Dauerarbeitsplätzen
  06.11.2012. Bis­lang wa­ren die recht­li­chen Möglich­kei­ten von Be­triebsräten, den Ein­satz von Leih­ar­beit­neh­mern zu ver­hin­dern, be­grenzt. Viel­leicht ha­ben Be­triebsräte hier aber künf­tig bes­se­re Kar­ten. Denn der Ein­satz von Leih­ar­beit­neh­mern auf Dau­er­ar­beitsplätzen ist mögli­cher­wei­se ge­set­zes­wid­rig. Die­se An­sicht ver­tritt je­den­falls das Ar­beits­ge­richt Cott­bus in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung: Ar­beits­ge­richt Cott­bus, Be­schluss vom 22.08.2012, 4 BV 2/12.
 
12/314 Massenentlassung und Unterrichtung des Betriebsrats
  21.09.2012. Plant der Ar­beit­ge­ber ei­ne Mas­sen­ent­las­sung, d.h. ei­ne größere An­zahl be­triebs­be­ding­ter Kündi­gun­gen, muss er den Be­triebs­rat nach dem Ge­setz zu­vor, d.h. vor Aus­spruch der Kündi­gun­gen de­tail­liert über die ge­plan­te Mas­sen­ent­las­sung in­for­mie­ren, und zwar schrift­lich (§ 17 Abs.2 Kündi­gungs­schutz­ge­setz - KSchG). Ein Ver­s­toß ge­gen die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Schrift­form macht die nach­fol­gen­den Kündi­gun­gen aber nicht in je­dem Fall un­wirk­sam: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 20.09.2012, 6 AZR 155/11.
 
12/264 Bei Streik kein Lohn - auch nach unwirksamer Arbeitgeberkündigung
  21.07.2012. Erklärt der Ar­beit­ge­ber ei­ne un­wirk­sa­me frist­lo­se Kündi­gung, muss er kei­nen An­nah­me­ver­zugs­lohn zah­len, wenn sich der gekündig­te Ar­beit­neh­mer nach Zu­gang der Kündi­gung an ei­nem Streik be­tei­ligt. Denn auch nach ei­ner frist­lo­sen Kündi­gung kann man strei­ken, und in die­sem Fall ist die Streik­be­tei­li­gung vor­ran­gig ge­genüber dem Aus­spruch ei­ner un­wirk­sa­men Kündi­gung: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 17.07.2012, 1 AZR 563/11.
 
12/240 Betriebsrente - Anpassung durch IBM war unzureichend
  21.06.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat der um­strit­te­nen Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung durch IBM Deutsch­land vor­ges­tern ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Denn die An­pas­sungs­prüfung muss sich im­mer auf die ge­sam­te Zeit vom Be­ginn der Be­ren­tung an bis zum An­pas­sungs­stich­tag er­stre­cken: BAG, Ur­teil vom 19.06.2012, 3 AZR 464/11.
 
12/226 Fußball gucken während der Arbeit?
  09.06.2012. Wer während der Ar­beits­zeit EM-Spie­le mit­ver­fol­gen möch­te, soll­te sich vor­her ab­si­chern und den Ar­beit­ge­ber um Er­laub­nis bit­ten. Denn ein ei­genmäch­ti­ges Fußball-Gu­cken während der Ar­beits­zeit ist ein Ver­s­toß ge­gen ar­beits­ver­trag­li­che Pflich­ten.
 
12/211 CGZP - Tarifverträge endgültig gekippt
  26.05.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat die Ta­rif­unfähig­keit der CG­ZP auch für 2004 bis 2009 fest­ge­stellt und da­mit das endgülti­ge Aus für die Schein­ta­rif­verträge der CG­ZP be­sie­gelt: BAG, Be­schluss vom 22.05.2012, 1 ABN 27/12.
 
12/196 Betriebliche Übung und Betriebsrente
  16.05.2012. Ei­ne jahr­zehn­te­lang be­ste­hen­de be­trieb­li­che Übung kann auch im öffent­li­chen Dienst Be­triebs­ren­ten­ansprüche be­gründen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11 (Pres­se­mel­dung)
 
12/165 Kündigung wegen Stalkings
  23.04.2012. Auch oh­ne vor­aus­ge­gan­ge­ne Ab­mah­nung kann ei­ne frist­lo­se ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung we­gen Stal­kings wirk­sam sein: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 19.04.2012, 2 AZR 258/11.
 
12/155 Kündigung wegen Meckerns
  17.04.2012. Nach ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nürn­berg kann ei­ne or­dent­li­che ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung zulässig sein, wenn ein gekündig­te Ar­beit­neh­mer trotz mehr­fa­cher Ab­mah­nun­gen Vor­ge­setz­te mit un­be­gründe­ten Stra­fein­zei­gen über­zieht und mit ei­ner of­fen­sicht­lich aus­sichts­lo­sen ar­beits­ge­richt­li­chen Kla­ge die Ver­set­zung ei­nes Vor­ge­setz­ten ver­langt: LAG Nürn­berg, Ur­teil vom 16.09.2011, 4 Sa 297/10.
 
12/126 Urlaub nach Alter ist eine Diskriminierung
  21.03.2012. Länge­rer Ur­laub bei höhe­rem Le­bens­al­ter ist ei­ne ver­bo­te­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung jünge­rer Ar­beit­neh­mer. Das Bun­des­ar­beit­ge­richt (BAG) hat da­her ges­tern die al­ters­abhängi­ge Ur­laubs­dau­er nach dem Ta­rif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) ge­kippt. Nun­mehr können auch jünge­re Ar­beit­neh­mer nach dem Prin­zip der An­glei­chung nach oben den vol­len Ur­laub von 30 Ta­gen pro Jahr ver­lan­gen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 20.03.2012, 9 AZR 529/10 (Pres­se­mit­tei­lung).
 
12/104 Streikrecht für Beamte?
  08.03.2012. Streik be­am­te­ter Leh­rer recht­fer­tigt Dis­zi­pli­nar­stra­fe: Ober­ver­wal­tungs­ge­richt (OVG) für das Land Nord­rhein-West­fa­len (NRW) ent­schei­det ge­gen strei­ken­de Leh­re­rin: OVG NRW, Ur­teil vom 07.03.2012, 3d A 317/11.O (Pres­se­mit­tei­lung).
 
12/102 Urlaub und Dauerkrankheit
  08.03.2012. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Hamm hat vor kur­zem ent­schie­den, dass der Ur­laub bei lan­ger Er­kran­kung 18 Mo­na­te nach Ab­lauf des Ur­laubs­jah­res kraft Ge­set­zes au­to­ma­tisch verfällt, d.h. auch oh­ne ei­ne spe­zi­el­le ta­rif­li­che Re­ge­lung: LAG Hamm, Ur­teil vom 12.01.2012, 16 Sa 1352/11.
 
12/090 Keine Power im Frankfurter Tower
  29.02.2012. Das Ar­beits­ge­richt Frank­furt am Main un­ter­sag­te am gest­ri­gen Diens­tag abend ei­nen So­li­da­ritäts­streik der Frank­fur­ter Flug­lot­sen zu­guns­ten der Vor­feld­mit­ar­bei­ter und am heu­ti­gen Mitt­woch ei­nen ge­plan­ten Streik der Vor­feld­lot­sen: Ar­beits­ge­richt Frank­furt am Main, Ur­teil vom 29.02.2012, 9 Ga 24/12, und Ur­teil vom 28.02.2012, 9 Ga 25/12.
 
12/078 Frage nach Schwerbehinderung zulässig
  20.02.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat erst­mals seit Einführung des All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­set­zes (AGG) ent­schie­den, dass die Fra­ge nach ei­ner Schwer­be­hin­de­rung un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen zulässig ist - nämlich dann, wenn das Ar­beits­verhält­nis be­reits sechs Mo­na­te be­steht und da­her der Son­derkündi­gungs­schutz für schwer­be­hin­der­te Men­schen greift: BAG, Ur­teil vom 16.02.2012, 6 AZR 553/10.
 
12/037 Oberarzt verklagt Chefarzt wegen Mobbings
  23.01.2011. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Hamm hat die Kla­ge ei­nes Ober­arz­tes ge­gen sei­nen ehe­ma­li­gen Chef­arzt auf Scha­dens­er­satz von ei­ner hal­ben Mil­li­on EUR we­gen Mob­bings ab­ge­wie­sen: LAG Hamm, Ur­teil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10 (Pres­se­mit­tei­lung)
 
12/030 Kein Weihnachtsgeld nach Kündigung
  19.01.2012. Kein Weih­nachts­geld nach Kündi­gung: Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) er­laubt Weih­nachts­geld­klau­seln, die den An­spruch auf ein Weih­nachts­geld im gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis all­ge­mein aus­sch­ließen. BAG, Ur­teil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10.
 
12/019 Überstunden - Duldung durch Führungskraft genügt
  16.01.2012. Kennt und dul­det ei­ne Führungs­kraft, dass ihm un­ter­stell­te Ar­beit­neh­mer Über­stun­den ma­chen, muss der Ar­beit­ge­ber das Wis­sen der Führungs­kraft ge­gen sich gel­ten las­sen. Dann kennt und dul­det auch der Ar­beit­ge­ber die Über­stun­den und muss sie be­zah­len: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 23.12.2011, 6 Sa 1941/11.