Arbeitsrecht Rechtsanwalt
Hensche Rechtsanwälte
Fachanwälte für Arbeitsrecht
Berlin Frankfurt Hamburg Hannover Köln München Nürnberg Stuttgart
   Home
   Arbeitsrecht aktuell
   Kurzinfos Arbeitsrecht
   Handbuch Arbeitsrecht
      Arbeitsrecht - A
      Arbeitsrecht - B
      Arbeitsrecht - C
      Arbeitsrecht - D
      Arbeitsrecht - E
      Arbeitsrecht - F
      Arbeitsrecht - G
      Arbeitsrecht - H
      Arbeitsrecht - I
      Arbeitsrecht - K
      Arbeitsrecht - L
      Arbeitsrecht - M
      Arbeitsrecht - N
      Arbeitsrecht - O
      Arbeitsrecht - P
      Arbeitsrecht - R
      Arbeitsrecht - S
      Arbeitsrecht - T
      Arbeitsrecht - U
      Arbeitsrecht - V
      Arbeitsrecht - W
      Arbeitsrecht - Z
   Gesetze zum Arbeitsrecht
   Urteile zum Arbeitsrecht
   Musterschreiben
   Ratgeber Gebühren
   Tätigkeitsbereiche
   Team
   Presse
   Buchbesprechungen
   Neue Artikel auf hensche.de

Newsletter-Anmeldung
Anrede
Vorname
Nachname
Email
Abmelden

Referenzen:






Juristisches Internetportal der Uni Saarbrücken:





EconBiz:




Uni- und Stadtbibliothek Köln:



Das Web-Adressbuch für Deutschland 2011:


Mitgliedschaften:







Handbuch Arbeitsrecht: Diskriminierung - Anwendungsbereich des gesetzlichen Schutzes




Informationen zum Thema Diskriminierung - Anwendungsbereich des gesetzlichen Schutzes

Hensche Rechtsanwälte, Kanzlei für Arbeitsrecht

Auf dieser Seite finden Sie Informationen darüber, wer sich auf den im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) enthaltenen Diskriminierungsschutz berufen kann, wer ihn beachten muss und in welchen Situationen des Arbeitslebens Diskriminierungsverbote gelten. 

Außerdem finden Sie Hinweise dazu, was bei Stellenausschreibungen und bei der Bewerberauswahl zu beachten ist, unter welchen Umständen die Zuweisung von Arbeiten, die Ausgestaltung von Löhnen und Gehältern und die Entscheidung über Beförderungen diskriminierend sein könnte und warum der Schutz vor Diskriminierungen auch bei Entlassungen bzw. Kündigungen gilt.

von Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin

Wer kann sich auf den gesetzlichen Diskriminierungsschutz berufen?

Von den für das Erwerbsleben geltenden Diskriminierungsverboten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sind folgende Personen geschützt:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.1 AGG)
  • Auszubildende und andere zu ihrer Berufsbildung beschäftigte Personen (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.2 AGG)
  • Arbeitnehmerähnliche Personen, Heimarbeiter und die den Heimarbeitern Gleichgestellten (§ 6 Abs.1 Satz 1 Nr.3 AGG)
  • Bewerberinnen und Bewerber für ein Beschäftigungsverhältnis (§ 6 Abs.1 Satz 2 AGG)
  • Personen, deren Beschäftigungsverhältnis beendet ist (§ 6 Abs.1 Satz 2 AGG)
  • Selbstständige und Organmitglieder, insbesondere Geschäftsführer oder Geschäftsführerinnen und Vorstände, wenn es die Bedingungen für den Zugang zur Erwerbstätigkeit und den beruflichen Aufstieg betrifft (§ 6 Abs.3 AGG).

BEISPIEL: In einer Stellenanzeige heißt es: „Wir suchen kurzfristig einen Geschäftsführer für eine im Ausland tätige Tochter-GmbH unseres Unternehmens.“ Hier liegt eine Benachteiligung wegen des Geschlechts vor, da diese Anzeige Frauen nicht nennt und ihnen daher den Zugang zu dieser Arbeitsstelle verweigert. Dass hier kein Arbeitnehmer in leitender Position, sondern ein GmbH-Geschäftsführer gesucht wird, ist unerheblich, da das Gebot zur geschlechtsneutralen Ausschreibung von Arbeitsplätzen auch dann verletzt ist, wenn ein GmbH-Geschäftsführer gesucht wird (§ 11; § 7 Abs.1; § 6 Abs.3 AGG).

Das AGG gilt außerdem mit gewissen Einschränkungen, d.h. unter Berücksichtigung ihrer besonderen Rechtsstellung „entsprechend“ für

  • Beamtinnen und Beamte des Bundes, der Länder, der Gemeinden, der Gemeindeverbände sowie der sonstigen der Aufsicht des Bundes oder eines Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts (§ 24 Nr.1 AGG),
  • Richterinnen und Richter des Bundes und der Länder (§ 24 Nr.2 AGG),
  • Zivildienstleistende sowie anerkannte Kriegsdienstverweigerer, soweit ihre Heranziehung zum Zivildienst betroffen ist (§ 24 Nr.3 AGG).

Aufgrund der Einbeziehung der Beamten in den gesetzlichen Diskriminierungsschutz sind in den letzten Jahren immer wieder die vom Staat definierten Altersgrenzen für die Aufnahme in ein Beamtenverhältnis als altersdiskriminierend kritisiert worden. Nähere Informationen zu dieser Rechtsprechung finden Sie unter dem Stichwort "Diskriminierungsverbote - Alter".

Wer muss die gesetzlichen Diskriminierungsverbote beachten?

Die im AGG niedergelegten Benachteiligungsverbote richtet sich in erster Linie an den Arbeitgeber, d.h. er muss bei Einstellungen von Arbeitnehmern und bei der Durchführung von Arbeitsverhältnissen verbotene Ungleichbehandlungen vermeiden.

Darüber hinaus geltend die Diskriminierungsverbote aber auch für andere Personen, nämlich für Arbeitnehmer, die durch gesetzeswidrige Diskriminierungen von Arbeitskollegen gegen ihre arbeitsvertraglichen Pflichten (§ 7 Abs.1, 3 AGG) verstoßen. Außerdem müssen auch sonstige, d.h. betriebsfremde Personen, die in Kontakt mit Arbeitnehmern treten, also zum Beispiel Kunden oder Lieferanten, gesetzlich verbotene Diskriminierungen unterlassen. Tun sie dies nicht, muss der Arbeitgeber eingreifen und sie nach Möglichkeit davon abhalten (§§ 7 Abs.1; 12 Abs.4 AGG).

Das AGG verbietet daher nicht nur durch den Arbeitgeber verübte Diskriminierungen, sondern auch Diskriminierungen, bei denen Arbeitskollegen, Kunden oder Lieferanten die „Täter“ sind. Abgesehen von der Pflicht des Arbeitgebers, in solchen Fällen zugunsten des diskriminierten Arbeitnehmers einzugreifen (§ 12 Abs.3, 4 AGG), enthält das AGG aber keine weiteren Sanktionen zulasten dieser „dritten“ Übeltäter, d.h. die Schadensersatz- und die Geldentschädigungspflicht (§ 15 Abs.2, 3 AGG) gelten wohl nur zulasten des Arbeitgebers.

Auf welchen Gebieten des Arbeitsrechts sind Diskriminierungsverbote zu beachten?

Das AGG gilt sowohl im individuellen als auch im kollektiven Arbeitsrecht.

Im individuellen Arbeitsrecht gilt das AGG insbesondere für

Im Prinzip können daher alle Arbeitsverträge oder sonstigen zweiseitigen Vereinbarungen und auch alle einseitigen Maßnahmen des Arbeitgebers anhand des AGG überprüft werden.

Das AGG gilt hingegen, wie bereits erwähnt, nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht für Kündigungen (§ 2 Abs.4 AGG). Diese im Gesetz genannte Ausnahme ist hinsichtlich ihrer Rechtsverbindlichkeit allerdings umstritten (siehe unten).

Im kollektiven Arbeitsrecht gilt das AGG insbesondere für

Ebenso wie Arbeitsverträge müssen daher auch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen sowie Interessenausgleiche und Sozialpläne anhand des AGG auf diskriminierende Inhalte überprüft werden.

Dies hat zur Folge, dass in den kommenden Jahren viele tarifliche oder in Betriebsvereinbarungen enthaltene Regelungen rechtlich überprüft werden müssen, und zwar vor allem aufgrund einer möglichen Altersdiskriminierung. Gerade kollektivrechtliche Regelungen enthalten nämlich oftmals Vorschriften, die ältere Arbeitnehmer besserstellen und damit die Jüngeren benachteiligen, wie es zum Beispiel bei der Erhöhung von Abfindungsansprüchen je nach Lebensalter oder bei der Unkündbarkeit von Arbeitnehmern ab Erreichung einer bestimmten Altersgrenze der Fall ist.

Gilt der gesetzliche Diskriminierungsschutz auch in kleinen Betrieben?

Der im AGG niedergelegte Diskriminierungsschutz gilt in allen Betrieben, d.h. es ist kein bestimmter Schwellenwert bzgl. der Beschäftigtenzahl erforderlich. Dies unterscheidet das AGG von anderen arbeitsrechtlichen Gesetzen wie insbesondere dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG), dessen Anwendbarkeit eine bestimmte Mindestzahl von Arbeitnehmern (zehn) voraussetzt.

In welchen Situationen des Arbeitslebens sind Diskriminierungen verboten?

Das AGG will in erster Linie Beschäftigte bzw. Arbeitnehmer vor Benachteiligungen im Erwerbsleben schützen. Darüber hinaus enthält es auch einen Abschnitt, der den Schutz vor Benachteiligungen im Zivilrechtsverkehr, also zum Beispiel bei der Bewerbung um eine Mietwohnung, betrifft (§§ 19 bis 21 AGG). Um diesen Anwendungsbereich des AGG geht es im folgenden nicht.

Im Erwerbsleben gelten die Diskriminierungsverbote des AGG praktisch immer, d.h. angefangen von der Bewerbung um einen Arbeitsplatz über die Arbeits- und Aufstiegsbedingungen bis hin zu den Entlassungsbedingungen. In § 2 Abs.1 wird der sachliche Anwendungsbereich des AGG im Erwerbsleben in den ersten sieben (von acht) Nummern wie folgt definiert (nur die achte Nummer bezieht sich nicht auf das Arbeitsleben, sondern den allgemeinen Rechtsverkehr):

"Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,
2. die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen einschließlich Arbeitsentgelt und Entlassungsbedingungen, insbesondere in individual- und kollektivrechtlichen Vereinbarungen und Maßnahmen bei der Durchführung und Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses sowie beim beruflichen Aufstieg,
3. den Zugang zu allen Formen und allen Ebenen der Berufsberatung, der Berufsbildung einschließlich der Berufsausbildung, der beruflichen Weiterbildung und der Umschulung sowie der praktischen Berufserfahrung,
4. die Mitgliedschaft und Mitwirkung in einer Beschäftigten- oder Arbeitgebervereinigung oder einer Vereinigung, deren Mitglieder einer bestimmten Berufsgruppe angehören, einschließlich der Inanspruchnahme der Leistungen solcher Vereinigungen,
5. den Sozialschutz, einschließlich der sozialen Sicherheit und der Gesundheitsdienste,
6. die sozialen Vergünstigungen,
7. die Bildung,
8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich von Wohnraum."

Wie die für die Rechtsanwendung besonders wichtigen Nummern 1. und 2. deutlich machen, gibt es für einen Arbeitgeber viele Gelegenheiten, gegen die Diskriminierungsverbote des AGG zu verstoßen. Das AGG erfasst nämlich alle Stationen der Durchführung eines Arbeitsverhältnisses, angefangen von der Stellenausschreibung bis hin zur Entlassung.

Was ist bei Stellenausschreibungen zu beachten?

Stellenausschreibungen müssen so gefasst sein, dass sich jeder objektiv geeignete Bewerber ungeachtet seines Alters, seines Geschlechts usw. angesprochen fühlen kann (§§ 7 Abs.1; 11 AGG).

BEISPIEL: In einer Stellenausschreibung wird „eine erfahrene Rechtsanwalts- und Notargehilfin" gesucht. Hier liegt ein Verstoß gegen die Pflicht zur geschlechtsneutralen Stellenausschreibung vor (§ 7 Abs.1; 11 AGG). Wer als Mann die hier erwähnten Anforderungen erfüllt (abgesehen natürlich vom Geschlecht, auf das es rechtlich nicht ankommen darf), kann sich daher bewerben und bei Ablehnung eine Entschädigung gemäß § 15 Abs.2 AGG einfordern.

Zu diesen Themen gibt es mittlerweile einige Gerichtsentscheidungen. Zwei von diesen haben wir auf dieser Webseite für Sie besprochen:

Was ist bei der Bewerberauswahl zu beachten?

Nicht nur bei der Formulierung der Stellenausschreibung, d.h. „auf dem Papier“, sondern auch bei der eigentlichen Bewerberauswahl müssen Benachteiligungen wegen der in § 1 AGG genannten persönlichen Merkmalen vermieden werden. Gemäß § 2 Abs.1 Nr.1 AGG müssen Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote beachten.

BEISPIEL: Eine Frau bewirbt sich auf eine Stelle als "Kraftfahrer m/w" und erhält eine Absage. Später stellt sich aber heraus, dass der Personalchef allen Bewerberinnen ohne Durchsicht der Bewerbungsunterlagen eine Absage erteilt hat, weil er keine Frauen als Kraftfahrer einstellen will. Hier liegt eine unmittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts beim Zugang zur Beschäftigung vor (§ 2 Abs.1 Nr.1 AGG, 3 Abs.1 AGG).

Was ist bei der Durchführung von Arbeitsverhältnissen zu beachten?

Nicht nur die Einstellung von Arbeitnehmern, sondern auch die Durchführung von Arbeitsverhältnissen, d.h. die Ausgestaltung der Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen muss diskriminierungsfrei sein (§ 2 Abs.1 Nr.2 AGG).

BEISPIEL: Eine türkische Verkäuferin kommt nach fünf Jahren Erziehungsurlaub wieder zurück in den Betrieb des Arbeitgebers, der ein großes Kaufhaus betreibt. Zur großen Verärgerung der Personalabteilung trägt sie – anders als noch vor ihrer Babypause – mittlerweile ein Kopftuch, da sie ihrem islamischen Glauben stärker Ausdruck verleihen möchte. Die Personalabteilung beschließt daher, die Arbeitnehmerin nicht mehr wie vor der Babypause als Verkäuferin im Textilienbereich einzusetzen, sondern nur noch im Lager, um sie von Kunden fernzuhalten. Zur Begründung heißt es, man sei „hier in Deutschland“. Hier liegt eine unmittelbare Benachteiligung wegen der Religion bei den Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen vor (§ 2 Abs.1 Nr.2, 3 Abs.1 AGG).

Über einen ähnlichen Fall hatte das BAG auf der Grundlage der Rechtslage, die vor Inkrafttretens des AGG galt, mit Urteil vom 10.10.2002 (2 AZR 472/01) entschieden. Nähere Informationen zu dieser Entscheidung, die zugunsten der moslemischen Arbeitnehmerin ausging, finden Sie hier:

Was ist bei der Ausgestaltung von Löhnen und Gehältern zu beachten?

Auch bei der Lohnfindung, d.h. bei der im Betrieb oder Unternehmen Festsetzung von Löhnen und Gehälter ist darauf zu achten, dass die persönlichen Merkmale des § 1 AGG, also etwa Alter, Geschlecht, eine Behinderung oder die ethnische Herkunft, nicht zu einer finanziellen Schlechterstellung von Arbeitnehmern bzw. Arbeitnehmergruppen führen. § 2 Abs.1 Nr.2 AGG fordert nämlich auch in bezug auf das Arbeitsentgelt die Beachtung der gesetzlichen Benachteiligungsverbote.

BEISPIEL: Der Arbeitgeber zahlt allen Vollzeitkräften ein Weihnachtsgeld, den Teilzeitkräften aber nicht, da sich diese um den Betrieb aus seiner Sicht nicht so „verdient gemacht“ haben. Die Teilzeitkräfte sind aber zu über 90 % Immigranten, d.h. Arbeitnehmer mit ausländischer „ethnischer Herkunft“, während die Vollzeitarbeitnehmer fast alle in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. Hier liegt eine mittelbare Entgeltdiskriminierung wegen der ethnischen Herkunft vor (§ 2 Abs.1 Nr.2; 3 Abs.2 AGG).

Was ist bei Entlassungsbedingungen und Abfindungen zu beachten?

§ 2 Abs.1 Nr.2 AGG schreibt vor, dass auch die Entlassungsbedingungen nicht unter Verstoß gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote ausgestaltet sind. Mit „Entlassungsbedingungen“ sind insbesondere Vergünstigungen wie Abfindungen oder Kündigungsfristen gemeint.

BEISPIEL: Der Arbeitgeber, der in verschiedenen Städten jeweils eine Filiale betreibt, zieht sich aus einer dieser Städte zurück, d.h., er schließt die dortige Filiale und entläßt daher aus betriebsbedingten Gründen alle 25 dort beschäftigten Arbeitnehmer. Da es keinen Betriebsrat gibt, wird kein Sozialplan vereinbart. Der Arbeitgeber zahlt aber trotzdem aus sozialen Erwägungen „im Prinzip“ allen Entlassenen eine Abfindung, allerdings nur dann, wenn sie mindestens 50 Jahre alt sind. Auf die Beschäftigungsdauer kommt es bei der Höhe der Abfindung nicht an. Daher gehen die zehn unter 50jährigen Mitarbeiter leer aus, von denen einige schon länger als 30 Jahre beschäftigt und daher wesentlich länger „dabei“ sind als einige der über 50jährigen Abfindungsberechtigten.

Hier liegt eine unmittelbare Altersdiskriminierung bei den Entlassungsbedingungen vor (§ 2 Abs.1 Nr.2 AGG, § 3 Abs.1 AGG), da es keinen sachlichen Grund für die über die Abfindungsberechtigung allein entscheidende Altersgrenze von 50 Jahren gibt. Zwar werden Abfindungen - je nach der für sie festgelegten Berechnungsformel - traditionell meist in Abhängigkeitvom Alter des entlassenen Arbeitnehmers berechnet, doch müssen (zumindest in einem geringfügigen Grade) daneben auch die Dauer der Betriebszugehörigkeit und die Unterhaltspflichten der entlassenen Arbeitnehmer eine Rolle spielen, damit die Abfindungsformel ansonsten in der Gefahr schwebt, wegen Altersdiskriminierung rechtswidrig zu sein.

Nähere Informationen zu der Frage, unter welchen Umständen die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmern bei Abfindungszahlung als unzulässige Diskriminierung und/oder als Verstoß gegen den arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz anzusehen ist, finden Sie in dem Beitrag (Handbuch Arbeitsrecht: Abfindung und Diskriminierung).

Gilt das AGG auch bei Kündigungen?

Obwohl das AGG, wie oben erwähnt, gemäß § 2 Abs.1 Nr.2 AGG ausdrücklich auch für die „Entlassungsbedingungen“ gilt und in dieser Hinsicht nichts weiter macht, als die Vorgaben der verschiedenen einschlägigen europäischen Richtlinien umzusetzen, heißt es in § 2 Abs.4 AGG überraschenderweise, dass für Kündigungen „ausschließlich die Bestimmungen zum allgemeinen und besonderen Kündigungsschutz gelten“ sollen. Mit dieser Vorschrift haben sich Kritiker des AGG im Verlauf der Gesetzgebung durchgesetzt und den Anwendungsbereich des Gesetzes im Arbeitsrecht zu begrenzen versucht.

Diese Vorschrift bleibt allerdings hinter den europäischen Antidiskriminierungsrichtlinien zurück, die ausdrücklich einen effektiven Schutz vor Diskriminierungen auch im Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen fordern. Sie wird daher in der juristischen Literatur ganz überwiegend für europarechtswidrig gehalten. Dies heißt allerdings nicht, dass sie im Rahmen des deutschen Arbeitsrechts automatisch unbeachtlich wäre: Sie wäre eben möglicherweise nicht ganz europarechtskonform.

Einigkeit besteht darüber, daß diskriminierende Kündigungen auch in Deutschland rechtlich unwirksam sind. Fraglich und umstritten ist allerdings, aus welchen Gesetzesvorschriften dies zu folgern ist – aus dem AGG (trotz dessen § 2 Abs.4) oder aus anderen Rechtsvorschriften bzw. -grundsätzen. Streitig ist auch, ob diskriminierende Kündigungen ausschließlich rechtlich unwirksam sind (das sind sie in jedem Fall), oder ob sie darüber hinaus zu einem Anspruch auf Schadensersatz und/oder auf angemessene Geldentschädigung gemäß § 15 Abs.1, 2 AGG führen.

Nähere Informationen zur Frage der Geltung des AGG bei Kündigungen und zu den dazu bislang ergangenen Gerichtsentscheidungen finden Sie hier:

Welche allgemeinen Handlungspflichten hat der Arbeitgeber?

Im allgemeinen hat der Arbeitgeber die rechtliche Pflicht, Diskriminierungen wegen der in § 1 AGG genannten Gründe zu unterlassen (§ 7 Abs.1 AGG). Das AGG enthält darüber hinaus eine Reihe von Konkretisierungen dieser allgemeinen Pflicht zum Unterlassen von Diskriminierungen.

Der Arbeitgeber darf Arbeitsplätze nicht diskriminierend ausschreiben (§ 11 AGG: Pflicht zur benachteiligungsfreien Stellenausschreibung).

Der Arbeitgeber hat die Pflicht, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz gegen Diskriminierungen zu treffen. Dies beinhaltet auch die Pflicht zu vorbeugenden Maßnahmen (§ 12 Abs.1 AGG).

Der Arbeitgeber hat weiterhin die Pflicht, gegenüber seinen Mitarbeitern auf die Unzulässigkeit von Diskriminierungen hinzuweisen und darauf hinzuwirken, dass diese unterbleiben. In diesem Zusammenhang rät ihm das Gesetz, seine Mitarbeiter zu schulen (§ 12 Abs.2 AGG). Hat der Arbeitgeber nämlich eine solche Schulung vorgenommen, „gilt“ dies als Erfüllung seiner Präventionspflicht gemäß § 12 Abs.1 AGG.

Verüben Arbeitnehmer verbotene Diskriminierungen und wird dem Arbeitgeber dies bekannt, muss er die im Einzelfall verhältnismäßigen Maßnahmen zur Unterbindung dieser Diskriminierungen ergreifen; als mögliche Maßnahmen nennt das Gesetz „Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder Kündigung“ (§ 12 Abs.3 AGG).

In der Rechtsprechung der Arbeitsgerichte bereits entschieden ist die Befugnis des Arbeitgebers, einem durch fortgesetzte rassistische Ausfälle in Erscheinung getretenen Arbeitnehmer aus wichtigem Grunde zu kündigen. Ebenso wurde die Kündigung eines durch sexuelle Belästigungen auffällig gewordenen Arbeitnehmers beurteilt. Die Pflicht des Arbeitgebers aus § 12 Abs.3 AGG, einem massiv gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßenden Arbeitnehmer ggf. auch zu kündigen, entspricht somit einer im Kündigungsschutzrecht von den Arbeitsgerichten anerkannten rechtlichen Handlungsmöglichkeit.

Nähere Informationen zum Kündigungsrecht des Arbeitgebers wegen rassistischer Ausfälle oder wegen sexueller Belästigungen finden Sie hier:

Verüben „Dritte“ (Kunden, Lieferanten) verbotene Diskriminierungen zulasten von Arbeitnehmern und wird dem Arbeitgeber dies bekannt, so muss der Arbeitgeber auf die „Täter“ in geeigneter Weise einwirken, um diese Diskriminierungen zu unterbinden (§ 12 Abs.4 AGG).

Der Arbeitgeber muß das AGG im Betrieb bekanntmachen (§ 12 Abs.5 AGG). In welcher Form er dies macht, bleibt ihm überlassen.

Der Arbeitgeber hat die Pflicht, Beschwerden seiner Arbeitnehmer wegen von diesen empfundenen Diskriminierungen zu prüfen und dem Beschwerdeführer das Ergebnis seiner Prüfung mitzuteilen (§ 13 Satz 2 AGG).

Der Arbeitgeber darf Arbeitnehmer gemäß § 16 Abs.1 AGG wegen der Inanspruchnahme von Rechten, die das AGG gewährt, nicht benachteiligen (Maßregelungsverbot).

Wo finden Sie mehr zum Thema Diskriminierung - Anwendungsbereich des gesetzlichen Schutzes?

Weitere Informationen, die Sie im Zusammenhang mit dem Thema Diskriminierung interessieren könnten, finden Sie hier:

Aktuelle Informationen unseres Anwaltsteams zum Thema Diskriminierung - Anwendungsbereich des gesetzlichen Schutzes finden Sie hier:

Sie möchten regelmäßig die neuesten Fachartikel unserer Kanzlei zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter Arbeitsrecht!

Was können wir für Sie tun?

Wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit einer möglicherweise verübten und/oder von einem Arbeitskollegen, einem Vorgesetzten oder einem Mitarbeiter verschuldeten und/oder Ihrem Arbeitgeber zuzurechnenden Diskriminierung haben, beraten und unterstützen wir Sie gerne.

Wir Sind auch gerne behilflich, wenn es darum geht, Ihre rechtlichen Möglichkeiten und die weitere Vorgehensweise in Ihrem Fall abzuklären. Bitte beachten Sie, dass Sie nach dem Gesetz kurze Fristen für die Geltendmachung Ihrer Ansprüche zu beachten haben.

Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch bei der Durchsetzung der aus einer Diskriminierung folgenden Ansprüche. Je nach Lage des Falles bzw. entsprechend Ihren Wünschen treten wir entweder nach außen nicht in Erscheinung oder aber wir verhandeln in Ihrem Namen mit Ihrem Arbeitgeber oder mit einem Vertreter der Gesellschafterversammlung.

Für eine möglichst rasche und effektive Beratung benötigen wir folgende Unterlagen:

  • Arbeitsvertrag / Geschäftsführeranstellungsvertrag
  • Gehaltsabrechnungen
  • Unterlagen im Zusammenhang mit der Diskriminierung (falls vorhanden)
  • Betriebsvereinbarung oder Dienstvereinbarung über die AGG-Beschwerdestelle (falls vorhanden)

Unsere Büros können Sie von Montag bis Freitag, jeweils von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr, unter folgenden Anschriften in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg und Stuttgart erreichen:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin
Lützowstraße 32
10785 Berlin
Tel: 030 / 26 39 62 0
Fax: 030 / 26 39 62 499

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Berlin
E-Mail: berlin@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt
Gutleutstraße 169 - 171
60327 Frankfurt
Tel: 069 / 71 03 30 04
Fax: 069 / 71 03 30 05

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Frankfurt
E-Mail: frankfurt@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg
Neuer Wall 80
20354 Hamburg
Tel: 040 / 69 20 68 04
Fax: 040 / 69 20 68 08

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Hamburg
E-Mail: hamburg@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover
Georgstraße 38
30159 Hannover
Tel: 0511 / 899 77 01
Fax: 0511 / 899 77 02

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Hannover
E-Mail: hannover@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln
Hansaring 61
50670 Köln
Tel: 0221 / 709 07 18
Fax: 0221 / 709 07 31

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Köln
E-Mail: koeln@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München
Nymphenburger Straße 4
80335 München
Tel: 089 / 21 56 88 63
Fax: 089 / 21 56 88 67

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro München
E-Mail: muenchen@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg
Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Tel: 0911 / 953 32 07
Fax: 0911 / 953 32 08

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Nürnberg
E-Mail: nuernberg@hensche.de

Anfahrt
Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart
Königstraße 26
70173 Stuttgart
Tel: 0711 / 470 97 10
Fax: 0711 / 470 97 96

Kontakt:
Rechtsanwalt im Büro Stuttgart
E-Mail: stuttgart@hensche.de

Anfahrt

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

Letzte Überarbeitung: 7. Dezember 2011

© 1997 - 2012:  
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin  
Lützowstraße 32, 10785 Berlin  
Telefon: 030 - 26 39 62 0 
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de


Druck Sitemap A bis Z Downloads Links Kontakt Karriere Impressum


Arbeitsrecht aktuell:


Hannover, 08.02.2012
Chefarzt

Privatliquidationsrecht durch Schadensersatzanspruch gesichert

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.09.2011, 8 AZR 846/09

Frankfurt, 07.02.2012
Fristlose Kündigung

Fristlose Kündigung trotz Freistellung

Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2011, 7 Sa 248/11

Berlin, 03.02.2012
Kündigungsschutz:

Auslandsvertrag zählt bei Wartezeit mit

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 07.07.2011, 2 AZR 12/10

München, 02.02.2012
Altersdiskriminierung:

Altersgrenze für Sachverständige gekippt

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 01.02.2012, 8 C 24.11

Berlin, 31.01.2012
Betriebsrat:

Benachteiligung durch Verweigerung der Festanstellung

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.11.2011, 13 Sa 1549/11

Berlin, 27.01.2012
Befristung:

Europarecht erlaubt Befristung zur Vertretung - auch jahrelang

Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 26.01.2012, Rs. C-586/10 (Kücük)

Berlin, 25.01.2012
Europarecht:

Anspruch auf vier Wochen Urlaub auch ohne jährliche Mindestarbeitszeit

Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 24.01.2012, C-282/10 (Dominguez)

Frankfurt, 23.01.2012
Mobbingklage:

Oberarzt verklagt mobbenden Chefarzt auf 500.000 EUR Schadensersatz

Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 19.01.2012, 11 Sa 722/10

Berlin, 20.01.2012
Geschäftsführer:

Geschäftsführer erhebt Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11

Hannover, 19.01.2012
Weihnachtsgeld

Kein Weihnachtsgeld nach Kündigung

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2012, 10 AZR 667/10

Berlin, 17.01.2012
Bewerberdiskriminierung

Auskunftsanspruch des Stellenbewerbers über Auswahlentscheidung oder nicht?

Schlussanträge des Generalanwalts Paolo Mengozzi vom 12.01.2012, Rs. C-415/10 - Meister

Berlin, 13.01.2012
Betriebsratswahl:

Abbruch nur bei Nichtigkeit

Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 27.07.2011, 7 ABR 61/10

Berlin, 11.01.2012
BAT Altersstufen:

Berlin und Hessen müssen für BAT-Altersstufen bluten

Bundesarbeitsgericht, Urteile vom 10.11.2011, 6 AZR 148/09 und 6 AZR 481/09

Berlin, 10.01.2012
CGZP-Tarifverträge:

Tarifverträge der CGZP waren auch 2004, 2006 und 2008 unwirksam

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09.01.2012, 24 TaBV 1285/11

München, 05.01.2012
Aufhebungsvertrag:

Aufhebungsvertrag ohne Abfindung, aber mit Ausgleichsklausel?

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 21.06.2011, 9 AZR 203/10

Berlin, 03.01.2012
Urlaub und Krankheit:

Urlaub und Urlaubsabgeltung bei Krankheit - nur 15 Monate lang?

Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 21.12.2011, 10 Sa 19/11

Berlin, 20.12.2011
Sozialauswahl:

Sozialauswahl und Altersdiskriminierung

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.12.2011, 2 AZR 42/10

Stuttgart, 05.12.2011
Kündigung:

Entschädigung für diskriminierende Kündigung

Arbeitsgericht Stuttgart, Urteil vom 16.03.2011, 30 Ca 1772/10

Berlin, 23.11.2011
Urlaub und Krankheit:

Krankheitsbedingt nicht genommener Urlaub kann nach 15 Monaten verfallen

Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 22.11.2011, C-214/10 - KHS gg. Schulte

Berlin, 05.11.2011
Kündigungsschutzklage:

Arbeitsgericht Berlin großzügig bei Fristversäumung durch Anwalt

Arbeitsgericht Berlin, Urteil vom 12.08.2011, 28 Ca 9265/11

München, 02.11.2011
Fristlose Kündigung:

LAG München: Kündigung nach Betrug mit 20 EUR Schaden

Landesarbeitsgericht München, Urteil vom 03.03.2011, 3 Sa 641/10

Frankfurt, 26.10.2011
Kündigung:

Kündigung wegen Alkohols am Steuer

Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 01.07.2011, 10 Sa 245/11

Frankfurt, 21.10.2011
Fristlose Kündigung:

Fristlose Kündigung wegen Diensthandy-Missbrauchs?

Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 25.07.2011, 17 Sa 1739/10

Hamburg, 23.09.2011
Kündigung:

LAG Hamburg -
Kündigung bei Beschäftigungsmöglichkeit im Ausland

Landesarbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.05.2011, 5 Sa 1/11

Berlin, 14.09.2011
BAT-TVöD:

Diskriminierung wegen des Alters durch BAT-Lebensaltersstufen

Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 08.09.2011, C-297/10 und C-298/10 (Hennings und Mai)

Frankfurt, 13.09.2011
Altersgrenzen:

EuGH kippt Altersgrenze 60 für Lufthansa-Piloten

Europäischer Gerichtshof, Urteil vom 13.09.2011, C-447/09 (Prigge u.a.)

Berlin, 12.09.2011
Chefarzt:

Kündigung eines Chefarztes wegen Wiederverheiratung?

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 08.09.2011, 2 AZR 543/10

Hannover, 09.09.2011
Arbeitszeitbetrug:

Fristlose Kündigung wegen Arbeitszeitbetrugs

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.06.2011, 2 AZR 381/10

Berlin, 08.09.2011
Whistleblowing:

Verpfeifen / Whistleblowing ohne Risiko einer Kündigung?

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte, Urteil vom 21.07.2011, 28274/08 (Heinisch)

Berlin, 06.09.2011
Bonus - Kündigung:

Anspruch auf Bonus trotz Kündigung und Ausscheiden im Folgejahr

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 1 AZR 412/09

Frankfurt, 05.09.2011
Betriebsübergang:

Betriebsübergang bei Zwangsverwaltung eines Hotelgrundstücks

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 18.08.2011, 8 AZR 230/10

Berlin, 02.09.2011
GlobeGround Berlin:

Betriebsratswahl bei GlobeGround in Berlin unwirksam

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.08.2011, 25 TaBV 529/11

Frankfurt, 31.08.2011
Kündigung:

Kündigung und Krankmeldung

Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 18.01.2011, 12 Sa 522/10

Hamburg, 25.08.2011
Probezeitkündigung:

Kündigung in der Probezeit wegen Heirat einer Chinesin

Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Urteil vom 22.06.2011, 3 Sa 95/11

Frankfurt, 23.08.2011
Kündigung und Vollmacht:

Kündigung mit Vollmacht, aber ohne Vollmachtsurkunde

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 14.04.2011, 6 AZR 727/09